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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Stromspeicher

Stromspeicher sind in der Lage, produzierten Strom zu speichern und zu jeder Tageszeit bereitzustellen. Dies ist besonders in den Abend- und Nachtstunden nützlich, wenn kein neuer Strom erzeugt wird. In diesen Fällen kann, in einem begrenzten Umfang, auf die Reserven des Stromspeichers zurückgegriffen werden.

Besonders seitdem die Einspeisevergütung für produzierten Solarstrom stark gesenkt wurde, kann es sinnvoll sein, diesen zu speichern und so den Eigenverbrauch zu erhöhen. Auf diese Weise musst Du Deinen überschüssigen Strom nicht zu geringen Preisen in das Stromnetz einspeisen. Der Rückgriff auf die eigenen Reserven macht deinen Stromverbrauch so nicht nur von der Tageszeit unabhängig, sondern verringert auch den Anteil an Strom den Du vom örtlichen Versorger hinzukaufen musst. Eine vollständige Autarkie ist heute allerdings noch nicht wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen.

Gängige Arten von Stromspeichern

Bild: Blitze vor schwarzem Hintergrund
Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Akku sind typische Stromspeicher | © TheDigitalArtist / pixabay.com

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden zur Stromspeicherung. Diese unterscheiden sich durch die genaue Art, mit welcher die Energie gespeichert wird und in diesem Zusammenhang auch durch ihr Einsatzgebiet. Eine allgemeine Unterscheidung besteht zwischen direkten und indirekten Stromspeichern.

Die klassische Form der Stromspeicherung für den privaten Bereich ist der Akku. Besonders der Blei-Säure-Akku und der Lithium-Ionen-Akku werden aktuell häufig in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen eingesetzt. Sie unterscheiden sich besonders in ihrem Wirkungsgrad, der Speicherkapazität und der Anzahl an Vollzyklen.

Neben Batterien und Akkus gibt es auch noch andere Methoden um Strom zu speichern, welche eher in der Industrie verwendet werden. Zu diesen gehören zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerke oder Brennstoffzellen, welche jedoch aufgrund ihrer aufwendigen Installation und Wartung keinen Einsatz im privaten Bereich finden.

Bauart Art der Speicherung Einsatzbereich
Lithium-Ionen-Akku Indirekt Privat
Blei-Säure-Akku Indirekt Privat
Wasserstoffspeicher Indirekt Industrie
Pumpspeicherkraftwerk Indirekt Industrie
Kondensatoren Direkt Industrie
Spulen Direkt Industrie

Vorteile und Nachteile von Stromspeichern

Ein zentraler Vorteil von Stromspeichern ist, dass der über die Photovoltaik-Anlage generierte Strom nicht direkt verbraucht werden muss. So kann der Strom auch in den Abend- und Nachtstunden abgerufen werden, wenn die Photovoltaik-Anlage keinen neuen Strom produziert. Auf diese Weise musst du den überschüssigen Strom der Tagesstunden nicht vollständig ins Netz einspeisen und kannst einen Teil der Ausgaben für zusätzlichen Netzstrom sparen.

Zu den Nachteilen von Stromspeichern gehört, neben den hohen Anschaffungskosten, dass der eigene Stromverbrauch im Vorhinein genau berechnet werden muss. Nur auf diese Weise kann ein Stromspeicher mit der richtigen Speicherkapazität erworben werden. Bei einem Stromspeicher mit zu geringer Speicherkapazität muss eventuell auf zu viel Netzstrom zurückgegriffen werden, um die Anschaffung zu rechtfertigen. Bei einer zu hohen Speicherkapazität kann kein überschüssiger Strom in das Netz eingespeist werden und bleibt ungenutzt in der Batterie gespeichert.

Stromspeicher Vorteile Stromspeicher Nachteile
Strom von PV muss nicht direkt verbraucht werden Sehr hohe Anschaffungskosten
Rückgriff auf Netzstrom seltener nötig Speicherkapazität muss genau berechnet werden
Nur überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist Wirtschaftlich kein Vorteil gegenüber einfacher PV

Quelle: © Energieagentur NRW / youtube.com

Kosten und Preise pro kWh

Bild: Geldstapel
Beachten Sie die Montagekosten | © Tim Reckmann / flickr.com CC BY

Für einen Stromspeicher für die heimische Photovoltaik-Anlage fallen je nach gewünschter Speicherkapazität und gewähltem Hersteller, Kosten zwischen 7.000 und 20.000 Euro an. Neben den Kosten für die Anlage sollten außerdem Montagekosten von etwa 1.000 bis 2.500 Euro eingeplant werden.

Die Kosten für einen Stromspeicher lassen sich außerdem in Euro pro gespeicherter Kilowattstunde angeben. Diese liegen je nach Modell bei etwa 15 bis 50 Cent pro Kilowattstunde. Da der Stromspeicher aber noch relativ neu auf dem Markt ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten pro gespeicherte Kilowattstunde weiter sinken.

Wirtschaftlichkeit: Rentiert sich ein Stromspeicher?

Durch die hohen Anschaffungskosten für einen Stromspeicher lässt sich häufig, auch langfristig, kein Vorteil gegenüber einer einfachen Photovoltaik-Anlage feststellen. Die Verwendung einer einfachen Photovoltaik-Anlage in Kombination mit einer energieeffizienten Heizmethode wie der Wärmepumpe ist also definitiv zu empfehlen und häufig auch aus einer wirtschaftlichen Perspektive sinnvoll.

Ob und zu welchem Zeitpunkt sich die Investition in einen Stromspeicher amortisiert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Besonders wichtig sind hierbei die ursprünglichen Anschaffungskosten, der gesamte Stromverbrauch, welcher über die Lebensdauer des Stromspeichers anfällt, sowie die Stromkosten, welche für diese Menge an Netzstrom entfallen wären. Im Regelfall lässt sich jedoch sagen, dass die Mehrkosten für einen Stromspeicher sich nicht rentieren.

Dauer Kosten PV ohne Stromspeicher* Kosten PV mit Stromspeicher*
5 Jahre ca. 9.900 € ca. 24.200 €
10 Jahre ca. 12.500 € ca. 27.000 €
15 Jahre ca. 15.800 € ca. 30.300 €
20 Jahre ca. 19.900 € ca. 34.400 €
25 Jahre ca. 26.900 € ca. 40.400 €

*inkl. Anschaffungs- und Wartungskosten

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