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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Wärmeverteilsystem?

Damit eine Zentralheizung funktioniert, muss die erzeugte Wärme der Heizung, zu den Heizkörpern gelangen. Diese verteilen die Wärme dann im Raum und sorgen für eine wohlige und angenehme Wohnatmosphäre. Das Wärmeverteilsystem besteht dabei im Wesentlichen aus der Umwälzpumpe (auch Heizkreispumpe genannt) der Heizung, den Verbindungsleitungen zwischen Heizung und Heizkörpern sowie den Heizkörpern selber.

Gängige Arten im Vergleich

Bild: Heizkörper
Wandhängende Heizkörper erzeugen sogenannte Konvektionswärme | © Bernard Hermant / unsplash.com CC0

In Deutschland haben sich hauptsächlich 2 Wärmeverteilsysteme etabliert. Eines mit wandhängenden Heizkörpern und eines mit Flächenheizung, wobei sich letzteres wiederum in Fußbodenheizung, Wandheizung und Deckenheizung aufteilen lässt.

Sowohl konventionelle Heizkörper als auch Flächenheizungen nutzen in einem geschlossenen Kreislauf Heizwasser als Wärmeträger und werden mit einer Umwälzpumpe angetrieben.

Es gibt allerdings auch Wärmeverteilsysteme, die mit Luft als Wärmeträger arbeiten. Der wesentliche Unterschied besteht in der Wärmeverteilung: Während wandhängende Heizkörper hauptsächlich Konvektionswärme erzeugen, die die Luft eines Raumes erwärmt und sich sehr ungleichmäßig im Raum verteilt, erzeugen Flächenheizungen überwiegend Strahlungswärme, die alle im Raum befindlichen Gegenstände und Körper quasi „von innen” erwärmt.

Das sorgt für eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung und die Heizung kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. So sinken Energieverbrauch und Heizkosten um ca. 10 Prozent. Außerdem sorgt Strahlungswärme für eine angenehme Wohnatmosphäre.

Wasser als Wärmeträger

In Deutschland hat sich Wasser als Wärmeträger für Heizungsanlagen etabliert. Man spricht hier auch von Heizwasser. Es wird zunächst vom Wärmeerzeuger erwärmt und dann von der Umwälzpumpe zu den Heizkörpern / in die Flächenheizung gepumpt, wo es die Wärme an den Raum abgibt. Danach fließt das abgekühlte Heizwasser zurück zum Wärmeerzeuger, wo es erneut erwärmt wird, bevor es wieder im Heizkreislauf zirkuliert.

Luft als Wärmeträger

Luft als Wärmeträger kommt in Heizungskonzepten in Deutschland nicht so oft vor. Sie kommt vor allem bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung oder Luft-Luft-Wärmepumpen zum Einsatz. Dabei wird die erwärmte Luft in der gesamten Wohneinheit verteilt, wobei die Wärmeverteilung für jeden Raum individuell regelbar ist. Da Luft aber eine schlechtere Wärmeleitfähigkeit als Wasser hat und somit schneller abkühlt, ist sie als Wärmeträger eher ungeeignet und wird in Deutschland entsprechend selten genutzt. In den USA dagegen ist diese Art der Wärmeübertragung weit verbreitet.

Quelle: © Bauen und Wohnen / youtube.com

Elektroheizungen (Direktheizung)

Elektroheizungen funktionieren nach einem anderen Prinzip als wassergeführte Heizungsanlagen. Sie sind an das Stromnetz angeschlossen und erzeugen die Wärme direkt im Heizkörper, bzw. direkt in der Flächenheizung. Daher benötigen sie auch kein Rohrsystem in dem Heizwasser zirkuliert. Stattdessen ist der Wärmeträger - wenn überhaupt - direkt im Heizkörper. Da Strom zum Heizen aber sehr teuer ist, ist die Elektroheizung nicht mehr allzu weit verbreitet. Dort wo sie noch vorhanden ist, lohnt sich der Austausch gegen eine andere Heizung eigentlich immer.

Wärmeverteilsystem für Trinkwasser

Ein weiteres Wärmeverteilsystem wird für warmes Trinkwasser benötigt. Hauptsächlich wird warmes Trinkwasser in der Küche oder im Bad benötigt. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, dieses zu erzeugen: Die zentrale Warmwasserbereitung und die dezentrale Warmwasserbereitung.

Warmwasser zentral

Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird das Wasser entweder direkt im Wärmeerzeuger oder einem Hygienespeicher über einen Wärmetauscher erwärmt und zur Zapfstelle geleitet. Alternativ kann auch das vom Wärmeerzeuger erhitzte Wasser zentral in einem Kombispeicher oder in einem Warmwasserspeicher gelagert und bei Bedarf an die Zapfstelle gegeben werden.

Warmwasser dezentral

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, Trinkwasser dezentral zu erwärmen. Das kann beispielsweise über einen elektrischen Durchlauferhitzer, einen Gas-Durchlauferhitzer, einen Gas- oder E- Boiler oder über eine sogenannte Trinkwasserstation stattfinden. Ihnen allen ist gemein, dass sie das warme Wasser direkt bei oder in Nähe zur Zapfstelle erzeugen, und nicht sämtliche Zapfstellen mit Warmwasser versorgen. Eine Ausnahme stellt hier die Trinkwasserstation dar: Sie kommt meist in Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung zum Einsatz. Dabei wird eine in jeder Wohneinheit installiert und versorgt diese jeweils mit warmem Trinkwasser.

Empfehlung: Heizkörper mit Wasser oder Fußbodenheizung

Bild: Thermometer
Wassergeführte Flächenheizungen ermöglichen eine niedrige Vorlauftemperatur | © geralt / pixabay.com

Grundsätzlich hat eine wassergeführte Flächenheizung wie etwa die Fußbodenheizung gegenüber konventionellen, wassergeführten, wandhängenden Heizkörpern zahlreiche Vorteile:

Sie ist komfortabel, wird von BAFA / KfW gefördert und erzeugt ein gutes Raumklima. Außerdem ermöglicht die gleichmäßige Wärmeverteilung eine niedrige Vorlauftemperatur und senkt so die Heizkosten.

Der größte Vorteil der niedrigen Vorlauftemperatur ist jedoch, dass die Fußbodenheizung sehr gut mit Wärmepumpen (Luft-Luft-WP) harmoniert, da diese im Niedertemperaturbereich besonders effizient arbeiten und so weitere 6 bis 12 Prozent an Energiekosten sparen. Auch für Holzheizungen ist die Flächenheizung sehr gut geeignet und ermöglicht einen sparsamen Betrieb.

Den Vorteilen gegenüber stehen nur wenige Nachteile: Ein geringfügig höherer Anschaffungspreis, eine lange Vorlaufzeit bis zur Wärmeverteilung und das Fehlen von Heizkörpern zum Trocknen von Handtüchern im Bad. Der größte Nachteil der Flächenheizung ist, dass Reparaturen im Falle von Funktionsstörungen sehr aufwendig und damit teuer werden können, da bei einer Reparatur ggf. der Bodenbelag entfernt und der Estrich aufgestemmt werden muss. Allerdings sind meist alte Fußbodenheizungen von den üblichen Störungen betroffen.

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