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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Der hydraulische Abgleich ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe sich die Wärmeverteilung im Heizkreislauf und in den Heizkörpern von Heizwasserheizungen optimieren lässt. Beim Abgleich werden die verschiedenen Komponenten der Heizungsanlage wie Pumpen, Thermostatventile, Rohre und Heizkörper so aufeinander abgestimmt, dass die unterschiedlichen Durchflusswiderstände ausgeglichen werden.

So bekommen alle Heizkörper die entsprechend der Thermostateinstellung gewünschte Menge Heizwasser und somit Wärme. Außerdem muss die Umwälzpumpe nicht so viel arbeiten und Du kannst das System optimal regeln. Das sorgt dafür, dass die neue Heizungsanlage effizient arbeitet und gegenüber einer Heizung ohne hydraulischen Abgleich bis zu 20 Prozent an Energie- und Heizkosten spart.

Standard im Neubau

Der hydraulische Abgleich ist im Neubau eine Standardmaßnahme. Üblicherweise ist er in den Kosten für den Einbau einer neuen Heizung mit inbegriffen und wird vom ausführenden Fachbetrieb ohne weitere Nachfrage mit eingeplant. Zudem wäre es unsinnig, auf den hydraulischen Abgleich zu verzichten.

So würde man einerseits das Potenzial der neuen Heizungsanlage nicht voll ausschöpfen und im Betrieb über die Jahre beträchtliche Mengen an Energie für die Heizung und erhebliche Geldsummen für die dadurch entstehenden Heizkosten verschwenden. Andererseits würde man auf den vollen Komfort einer neuen Heizung wie z. B. eine angenehme Wohnatmosphäre verzichten.

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?

Bild: Energie-Ausweis
EnEV sorgt für Effizienz | © EnergieAgentur.NRW / flickr.com CC BY

Wenn man im Internet versucht Informationen zu finden, ob die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs verpflichtend ist, findet man sehr unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema.

So gibt es Aussagen, wonach der hydraulische Abgleich in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 für den Einbau eines neuen Heizkessels verbindlich vorgeschrieben ist. Anderen Aussagen zufolge ist er nicht verpflichtend.

Um es kurz zu machen: Die EnEV 2014 fordert den hydraulischen Abgleich nur implizit, schreibt ihn also nicht direkt vor. Anders lauten da schon die Vorschriften in der Vertragsordnung für Bauleistungen Teil C (VOB/C). Diese besagt, dass die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs beim Einbau eines neuen Heizkessels für den ausführenden Fachbetrieb verpflichtend ist. Das gilt für Neubauten und Altbauten gleichermaßen.

Verpflichtend ist er auch, wenn man eine Förderung wie z. B. das Förderprogramm „Gebäudeeffizienzbonus” vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder den Zuschuss KfW 430 der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch nehmen möchte. Hierbei handelt es sich jedoch um die Förderung von Sanierungsmaßnahmen. Neubauten sind davon nicht betroffen.

Mit diesen Kosten solltest Du rechnen

Grundsätzlich ist der hydraulische Abgleich zu empfehlen, da er den Betrieb der Heizung optimiert und für niedrige Heizkosten sowie ein gutes Raumklima sorgt. Allerdings muss er von einer Fachkraft durchgeführt werden, sodass in jedem Fall Kosten für Arbeitszeit und Material entstehen. Dies geschieht bei einem Neubau aber normalerweise im Rahmen der Heizungsinstallation und findet sich somit in der Rechnung für diese wieder.

Die Höhe der anteiligen Kosten hängt letztlich davon ab, wie groß das Gebäude ist und wie viele Heizkörper es hat. Für unser 140 Quadratmeter großes Musterhaus ist bei 12 bis 15 Heizkörpern mit einem Gesamtpreis von ca. 850 bis 1.050 Euro inklusive Einbau zu rechnen. Abweichungen nach oben oder unten sind, je nachdem, welche Preise der Fachbetrieb aufruft, möglich.

Serviceleistung Kosten pro Heizkörper Kosten 12 - 15 Heizkörper (⌀)
Hydraulischer Abgleich 70 € 950 €

Quelle: © Welt der Wunder / youtube.com

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