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Förderungen für neue Heizungen

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Inhaltsverzeichnis

Fakten zur Heizungs-Förderung

Bild: Förderung beantragen
Höhe der Förderung für die Heizung? | © nattanan23 / pixabay CC0

Egal für welche Heizung Du Dich letztlich entscheidest, wirklich wenig kostet keine. Und auch wenn der Hausbau selbst deutlich mehr kostet, ist die Entscheidung, ob man 10.000 oder 30.000 Euro für eine Heizung ausgeben möchte, nicht unwichtig.

Während die herkömmlichen Heizungen auf dem Markt etabliert sind und entsprechend günstig angeboten werden können, ist erneuerbare Wärme auf den ersten Blick derzeit noch deutlich teurer. Obwohl sich dies in den nächsten Jahren wohl angleichen wird, hat der Bund mit dem Klimaschutzprogramm 2030 eine breite Förderung für erneuerbare Wärme ins Leben gerufen, um mehr Menschen zum Umstieg zu motivieren.

In erster Linie geht es hierbei darum, die Energiewende im Privatsektor voranzutreiben sowie vor allem die Wärmewende zu beschleunigen. Zu diesem Zweck haben das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und - im Rahmen der Effizienzhaus-Sanierung, des Neubaus energieeffizienter Wohngebäude und bei der Brennstoffzellenheizung - auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hohe finanzielle Anreize für den Kauf einer neuen Heizung geschaffen.

Unterschiedliche Förderung bei Neubau und Altbau

Die Förderungen für Heizungen in Neubau und Altbau unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass die Fördersummen für die Sanierung teilweise erheblich höher sind. Außerdem sind die Fördervoraussetzungen für Heizungen in Neubauten deutlich strenger. Auch Umfeldmaßnahmen werden im Neubau in geringerem Umfang gefördert. Gas-Hybridheizungen werden im Neubau sogar überhaupt nicht gefördert. Zudem gibt es in Neubauten logischerweise keine Austauschprämie für alte Ölheizungen.

Ein großer Vorteil für Hausbauer ist allerdings, dass sich das Neubau-Programm KfW 153 mit der Förderung des BAFA kombinieren lässt, sodass die Gesamtfördersumme für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien deutlich steigt. Der ebenfalls mit der BAFA-Förderung kombinierbare Ergänzungskredit 167 zur Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien steht dagegen ausschließlich für die Heizungs-Sanierung in Bestandsbauten zur Verfügung. Ein weiterer großer Unterschied ist, dass man eine Steuererstattung nur für die Sanierung eines Bestandsbaus erhalten kann.

Förderung: BAFA, KfW und Steuererattung

Seit Beginn des Jahres 2020 haben sich die Förderbedingungen für Heizungen bei KfW und BAFA geändert. Öl-Brennwertheizungen sind ab sofort von jeglicher Förderung ausgenommen. Ab 2026 ist der Einbau neuer Anlagen zudem, bis auf wenige Ausnahmen, gänzlich verboten. Außerdem werden auch Gas-Brennwertheizungen nicht mehr als Einzelmaßnahme von der KfW gefördert.

Im Bereich Heizung fördert die KfW lediglich noch die Brennstoffzelle (KfW 433) als Einzelmaßnahme. Ansonsten ist die Heizungsförderung bei der KfW nur noch im Rahmen der Effizienzhaus-Sanierung (Zuschuss-Programm KfW 430 und Kredit KfW 151) und des Neubau-Programms Kredit KfW 153 möglich. Die Förderung der Effizienzhausprogramme wurde allerdings sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau deutlich erhöht. Außerdem gibt es für Sanierungen noch den Ergänzungskredit KfW 167.

Im Wesentlichen ist das BAFA seit Beginn 2020 für die Förderung von Heizungen zuständig. Zu diesem Zwecke stellt es Förderungen in Form von Zuschüssen für Heizungen, die teilweise oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten, zur Verfügung. Dabei werden die Heizungen samt Umfeldmaßnahmen mit einem prozentualen Anteil der Gesamtkosten gefördert. Feste Zuschüsse gibt es nicht mehr. Zudem sind die Möglichkeiten der Förderung über Steuerersparnisse sowohl für die Heizungsoptimierung als auch für den Einbau einer neuen Heizung in Bestandsbauten deutlich ausgeweitet worden.

Förderung für verschiedene Heizungen (Neubau)

Bild: Förderung Übersicht
Welche Optionen für die Förderung einer Heizung gibt es? | © PhotoMIX / pixabay CC0

Für die Förderung von Heizungen ist seit Beginn 2020 hauptsächlich das BAFA zuständig. Das BAFA verteilt für Neubauten ausschließlich Zuschüsse für Heizungen, die auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten. Dabei müssen die Zuschüsse nicht zurückgezahlt werden. Dadurch, dass die Förderung seit Beginn 2020 prozentual erfolgt, sind höhere Zuschüsse als vorher möglich.

Das BAFA fördert Heizungen, die auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten, mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Dazu zählen Wärmepumpen, Holzheizungen sowie Hybridheizungen auf Basis erneuerbarer Energien. Für eine Solarthermie-Anlage erhältst Du 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Allerdings muss der Neubau dafür als Solaraktivhaus ausgelegt sein und 50 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs mittels Solarthermie decken.

Eine weitere Möglichkeit, seine Heizung im Neubau anteilig fördern zu lassen ist, das Neubauprogramm Kredit KfW 153. Über dieses Programm kannst Du im Rahmen der Förderung des gesamten Neubaus neben den oben genannten Heizungen auch Gas-Hybridheizungen fördern lassen: Je nach Effizienzhaus-Standard des Neubaus beträgt die höchstmögliche Kreditsumme 120.000 Euro, der Tilgungszuschuss liegt bei 25 Prozent, also maximal 30.000 Euro.

Der Kredit KfW 153 ist grundsätzlich mit dem BAFA-Förderprogramm kombinierbar. Allerdings gilt das nur, solange die geförderten Heizungen erneuerbare Energien nutzen. Da die Fördersumme durch die Kombination der Programme deutlich steigt, ist die Installation einer Gasheizung also nicht zu empfehlen. Steuererstattungen zur Förderung von Neubauten sind nicht vorgesehen. In der Tabelle unten findest Du noch einmal eine Übersicht über die Förderung im Neubau.

Heizungsanlage BAFA-Fördersatz (Neubau) KfW-Fördersatz (Neubau) Kombinierbar
Biomasse 35 % Kreditsumme 120.000 + Tilgungszuschuss von höchstens 25 % der Kreditsumme, maximal 30.000 € (Effizienzhaus-Standard 40 Plus) Ja
Wärmepumpe 35 % Ja
Solarthermie-Anlage 30 % Ja
EE*-Hybride 35 % Ja
Hybridheizung Gas-Brennwert + EE*-Heizung keine Förderung Nein
Renewable Ready keine Förderung Nein
Gas-Brennwertheizung keine Förderung Nein
Öl-Brennwertheizung keine Förderung keine Förderung Nein

*Erneuerbare Energien

So erhältst Du BAFA-Förderung (Beantragung)

Den Zuschuss vom BAFA kannst Du über ein elektronisches Antragsformular online selbst beantragen, die meisten Heizungsbauer bieten diesen Service aber ohnehin an. In diesem Fall ist es ratsam, sich von jemandem helfen zu lassen, der Erfahrung mit der Antragstellung hat. Wichtig bei allen Förderanträgen für Deine Heizung ist, dass Du diesen vor Abschluss eines Kauf- bzw. Liefervertrages für die Heizung stellen musst.

Ein zu spät gestellter Antrag sorgt dafür, dass das BAFA Dir die Mittel verwehrt und die Zuschüsse damit unwiederbringlich verloren sind. Nach der abgeschlossenen Planung wird der Antrag eingereicht und idealerweise bewilligt. Planungsleistungen zählen explizit nicht zu den Maßnahmen, die erst bewilligt werden müssen und können ohne Einschränkungen durchgeführt werden.

KfW: Sonderfall Brennstoffzelle

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat sich seit diesem Jahr aus der Förderung von Einzelmaßnahmen zur Heizungsmodernisierung in weiten Teilen zurückgezogen. Lediglich die Brennstoffzelle zählt noch zum Portfolio direkter Förderung. Abhängig von der elektrischen Leistung der eingebauten Brennstoffzelle bezuschusst die KfW dies mit Beträgen zwischen 7.050 und 28.200 Euro. Anders als beim BAFA ist hier das Hinzuziehen eines Energieberaters unumgänglich. Außerdem muss der Antrag vor dem Abschluss eines Kauf- oder Liefervertrages gestellt werden.

Altbau: Zuschüsse und Kredite im Vergleich

Bild: Altbau Sanierung Förderung
Förderungsmöglichkeiten bei der Altbausanierung | © lapping / pixabay CC0

Für die Sanierung von Altbauten bzw. die Heizungsmodernisierung stehen alternativ zur Förderung des BAFA auch Fördermittel der KfW zur Verfügung. Die umfangreichste Förderung erhält man allerdings vom BAFA. Die KfW fördert dagegen mit den Programmen KfW 430 und KfW 151 nur indirekt und anteilig im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen.

Das BAFA fördert Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien (Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Hybridheizungen aus beiden Technologien) mit 35 Prozent und Solarthermie-Anlagen mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Außerdem fördert es im Altbau auch Gas-Hybridheizungen. Für eine Hybridheizung aus Gas-Brennwertheizung und einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien erhältst Du ebenfalls 30 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung. Außerdem gibt es noch eine Förderung von 20 Prozent für „Renewable Ready”-Hybridheizungen.

Dabei handelt es sich um eine Gas-Brennwertheizung, die zum späteren Ausbau zur Hybridheizung vorbereitet wird. Der fehlende Anlagenteil muss dann binnen 2 Jahren ergänzt werden. Die höchste Förderung erhält man vom BAFA aber, wenn man eine alte Ölheizung gegen eine Gas-Hybridheizung oder eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien austauscht. Für die Hybridheizung erhält man 40 Prozent der Investitionskosten, für die vollständig mit erneuerbaren Energien arbeitende Heizung bekommt man sogar 45 Prozent.

Bei der KfW sind 40 Prozent der förderfähigen Kosten (KfW 430) bzw. der maximalen Kreditsumme (KfW 151), also höchstens 48.000 Euro, Förderung möglich. Diese stehen aber nicht allein für die Sanierung der Heizung zur Verfügung, sondern für die gesamten Sanierungskosten. Zudem kann man noch den Kredit KfW 167 (50.000 Euro) nutzen, wenn einem das Kapital zum Kauf einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien fehlt. Dieser Kredit ist im Gegensatz zu den anderen KfW-Förderungen im Altbau auch mit der Förderung des BAFA kombinierbar.

Heizungsanlage BAFA-Fördersatz (Altbau) Austauschprämie möglich? KfW 151, KfW 430 Effizienzhaus-Sanierung
Biomasse 35 % ja, dann 45 % Kreditsumme von höchstens 120.000 € + Tilgungszuschuss von höchstens 40 % der förderfähigen Kreditsumme bzw. der förderfähigen Kosten, maximal 48.000 € (Effizienzhaus-Standard 55)
Wärmepumpe 35 % ja, dann 45 %
Solarthermie-Anlage 30 % nein
EE*-Hybride 35 % ja, dann 45 %
Hybridheizung Gas-Brennwert + EE*-Heizung 30 % ja, dann 40 %
Renewable Ready 20 % nein
Gas-Brennwertheizung keine Förderung nein
Öl-Brennwertheizung keine Förderung nein keine Förderung

*Erneuerbare Energien

Weiterer Anreiz: Steuererstattung

Um den Klimaschutz und die energetische Sanierung privater Haushalte weiter voranzutreiben, hat die Bundesregierung neben der Förderung durch das BAFA und die KfW seit Jahresbeginn die steuerliche Förderung von Heizungssanierungen enorm erhöht. Durch den sogenannten Steuerbonus kannst Du als Besitzer eines selbst bewohnten Wohnhauses insgesamt 20 Prozent der förderfähigen Sanierungskosten von maximal 200.000 Euro über drei Jahre steuerlich geltend machen.

Im Optimalfall ist also eine Steuererstattung bis zu 40.000 Euro möglich. Dabei gelten nahezu die gleichen Förderbedingungen wie bei der KfW auch. Allerdings ist diese Förderung nicht mit anderen Programmen kombinierbar. Um in den Genuss der Steuererstattung zu kommen, musst Du die Kosten, die bei Deiner Heizungssanierung angefallen sind, in Deiner Einkommensteuererklärung angeben. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Dein Haus zum Zeitpunkt der Durchführung der Maßnahme älter als 10 Jahre ist.

Quelle: © Markus Balkow (Hausbau-Anleitungen) / youtube.com