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Förderungen für neue Heizungen

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Inhaltsverzeichnis

Bild: Tipps für Deine Heizung

Seit Anfang 2020 gelten neue Förderbedingungen für die Förderung von Heizungen und Gebäudehülle. Die Reform soll die Energiewende vorantreiben und zum Klimaschutz beitragen. Umfangreiche Veränderungen der Förderlandschaft machen allerdings ebenso umfangreiche Veränderungen auf unserer Seite nötig. Daher werden alle Abschnitte zu Förderung, Kosten und Wirtschaftlichkeit derzeit grundlegend überarbeitet und die angegebenen Zahlen sind nicht mehr aktuell. Bis die Überarbeitung abgeschlossen ist, gibt Dir unser Blogartikel zur Heizungsförderung ab 2020 einen ersten Überblick über das Thema.

Fakten zur Heizungs-Förderung

Bild: Förderung beantragen
Höhe der Förderung für die Heizung? | © nattanan23 / pixabay CC0

Egal für welche Heizung Du Dich letztlich entscheidest, sie alle kosten eine Menge Geld. Und auch wenn der Hausbau selbst deutlich mehr kostet, ist die Entscheidung, ob man 10.000 oder 30.000 € für eine Heizung ausgeben möchte, nicht unwichtig.

Während die herkömmlichen Heizungen auf dem Markt etabliert sind und entsprechend günstig angeboten werden können, ist erneuerbare Wärme derzeit noch deutlich teurer. Obwohl sich dies in den nächsten Jahren wohl angleichen wird, war es Grund genug für den Bund, eine breite Förderung für erneuerbare Wärme ins Leben zu rufen, um mehr Menschen zum Umstieg zu motivieren.

In erster Linie geht des hierbei darum, die Energiewende im Privatsektor voranzutreiben sowie vor allem die Wärmewende zu beschleunigen. Zu diesem Zweck stellen sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hohe Förderungen für neue Heizungen zur Verfügung.

Unterschiede bei Neubau und Altbau

Wenn man neu baut, dann ist der Kauf einer Heizung fast unumgänglich, sieht man von neueren Modellen wie Leasing oder Contracting einmal ab. Die KfW-Förderung für Neubauten bezieht sich auf Gesamtpakete anstatt auf einzelne Teile des Neubaus. Ziel ist es insgesamt, den Bau von energieeffizienten und klimafreundlichen Häusern zu unterstützen. Um die KfW-Förderung zu erhalten, ist also nicht nur die Heizung von Bedeutung, sondern auch die Effizienz der Gebäudehülle sowie die restliche Gebäudetechnik.

Großer Pluspunkt bei dieser Art der Förderung ist, dass Du sie nahezu immer mit einem BAFA-Zuschuss kombinieren kannst. Das bedeutet, dass Du die Summe der Förderung maximieren und eine Menge Geld beim Bau sparen kannst. Natürlich ist die Planung eines Gebäudes nach KfW-Effizienzhaus-Standards umfangreich, daher bedarf sie der Zusammenarbeit von Architekt und Energieberater.

Im Altbau gibt es zwar auch Förderung für eine Gesamtsanierung, die meisten Eigenheimbesitzer ziehen allerdings die Zuschüsse für Einzelmaßnahmen vor, bei denen auch eine Heizung ohne Dämmung oder neue Fenster gefördert wird.

Förderung von KfW und BAFA

Die Zielsetzungen von BAFA- und KfW-Förderung sind unterschiedlich. Während das BAFA ausschließlich erneuerbare Wärme fördert und Bauherren sowie Hausbesitzer belohnt, die in ökologische Technologie investieren, ist die Aufgabe der KfW vor allem die Finanzierungssicherung durch die Bereitstellung von Krediten.

Aus diesem Grund fördert die KfW deutlich mehr Maßnahmen als das BAFA; sie beschränkt sich nicht auf bestimmte Technologien. Die Förderung des BAFA ist immer ein Zuschuss, den man erhält, wenn die Auflagen erfüllt sind. An diesen Zuschuss sind dann keine weiteren Bedingungen geknüpft; es muss nichts davon zurückgezahlt werden.

Zwar stellt auch die KfW gewisse Zuschüsse zur Verfügung, meistens handelt es sich bei der KfW-Förderung aber um Kredite, die mit einem Tilgungszuschuss subventioniert werden. Das heißt, Du leihst Dir das Geld für die Baumaßnahmen und zahlst letztlich nicht die gesamte Kreditsumme zurück. Während die direkte Förderung über Zuschüsse nicht kombinierbar ist, spricht nichts dagegen, die Maßnahmen über einen KfW-Kredit zu finanzieren und gleichzeitig den Zuschuss des BAFA in Anspruch zu nehmen (im Neubau).

Förderung für verschiedene Heizungen (Neubau)

Bild: Förderung Übersicht
Welche Optionen für die Förderung einer Heizung gibt es? | © PhotoMIX / pixabay CC0

Der folgenden Tabelle entnimmst Du die kombinierbare Förderung von KfW und BAFA, je nachdem, für welche Heizung Du Dich entscheidest. Beachte dabei, dass Du beim Einbau von nicht erneuerbarer Wärme im Neubau dazu verpflichtet bist, einen Teil des Gesamtenergiebedarfs über erneuerbare Energien zu gewinnen. Die Größe des Anteils richtet sich nach der verwendeten Energieart: Z. B. muss der Anteil von Solarenergie am Gesamtbedarf mindestens 15 % betragen, der Anteil von Geothermie und Umweltwärme 50 %.

Die Standardlösung in Verbindung mit einer Verbrennungsheizung stellt eine ergänzende Solarthermieanlage dar, die auf dem Dach installiert wird und zur Warmwasserbereitung sowie Heizungsunterstützung dient. Aus diesem Grund ist es selbst beim Einbau einer Gasheizung oder Ölheizung möglich, einen Zuschuss vom BAFA zu bekommen, obwohl diese Heizungen nicht direkt gefördert werden.

Der Kredit 151 von der KfW ist keine direkte Heizungsförderung, sondern eine Förderung für den gesamten Neubau. Die Voraussetzung ihn zu erhalten, ist die Einhaltung eines KfW-Effizienzhausstandards. Das bedeutet, dass unabhängig von der Heizung auch die Gebäudehülle und sonstige Gebäudetechnik bestimmten Anforderungen genügen müssen.

Heizung im Neubau Förderung KfW Förderung BAFA Kombinierbar
Wärmepumpe Kredit 153: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 1.300 - 15.000 € Ja
Pelletheizung Kredit 153: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 3.000 - 8.000 € Ja
Hackschnitzelheizung Kredit 153: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 3.500 € Ja
Scheitholzvergaser Kredit 153: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 2.000 € Ja
Brennstoffzelle Zuschuss 433: Bis zu 28.200 € Zuschuss Zuschuss: 1.900 - 6.475 € Ja
Brennwert-Heizung (Gas oder Öl) Kredit 153: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard; Nutzung erneuerbarer Energie erforderlich, z. B. Solarthermie) Zuschuss (nur für Solarthermie): 2.000 - 20.000 € Ja
Eletroheizung/Infrarotheizung Keine Förderung Keine Förderung -

So bekommst Du die Förderung (Beantragung)

Vor der Antragstellung kommt die Planung. Wer ein Haus baut, der arbeitet ohnehin mit einem Architekten zusammen. Viele Architekten sind gleichzeitig Energieberater und können bei der Förderung weiterhelfen. Wichtig bei allen Förderanträgen ist, dass Du diese stellen musst, bevor Du mit den Maßnahmen beginnst. Ein zu spät gestellter Antrag wird in jedem Fall abgelehnt werden. Dann bleibst Du auf allen entstandenen Kosten sitzen.

Die Kollaboration mit einem KfW-gelisteten Energieberater ist für den Bezug eines Kredits oder Zuschusses von der KfW unabdinglich, da nur diese dazu berechtigt sind, Anträge zu stellen. Den Zuschuss 430 der KfW sowie die Zuschüsse vom BAFA kannst Du prinzipiell selbst beantragen, die meisten Heizungsbauer bieten diesen Service aber ohnehin an. Nach der abgeschlossenen Planung wird der Antrag eingereicht, hierbei musst Du konkrete Angaben zum Bauvorhaben machen.

Bereits mit der Abgabe des Antrags kannst Du theoretisch mit den Arbeiten beginnen, sollte aber ein Fehler vorliegen, ist eine spätere Änderung dann nicht mehr möglich. Daher wartest du besser den Bewilligungsbescheid ab, ehe du mit den Baumaßnahmen beginnst. Einen Zuschuss gibt es erst nach abgeschlossenen Bauarbeiten sowie einer Bestätigung durch Energieberater oder Handwerksbetrieb, dass die Maßnahmen ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Die Antragstellung Schritt für Schritt:

  • Als Erstes musst Du einen Energieberater beauftragen (nur KfW).
  • Dann kannst Du den Antrag stellen - bei der KfW zusammen mit dem Energieberater, beim BAFA gemeinsam mit dem Fachbetrieb.
  • Danach musst Du den Bewilligungsbescheid abwarten.
  • Wenn Deine Förderung ein KfW-Kredit ist, musst du einen Kreditvertrag mit Deiner Hausbank abschließen.
  • Jetzt kannst Du die Baumaßnahmen durchführen.
  • Am Ende musst Du noch eine Bestätigung über die ordnungsgemäße Durchführung der Maßnahmen einreichen.
  • Nach Prüfung dieser Bestätigung wird Dir der Zuschuss ausgezahlt.

Sonderfall: Förderungen im Altbau

Bild: Altbau Sanierung Förderung
Förderungsmöglichkeiten bei der Altbausanierung | © lapping / pixabay CC0

Wenn Du im Altbau sanieren willst und die alte Heizung ausgetauscht werden muss, funktioniert die Förderung anders als oben beschrieben. Auch wenn bei einem Komplettaustausch der Heizung ergänzende Bauarbeiten am Haus notwendig sein können, wird eher kein Architekt benötigt werden.

Zudem wird man bei einer Sanierung wahrscheinlich nicht das gesamte Haus auf einmal sanieren. Entsprechend wird eine spezielle Heizungs-Förderung für diesen Umbau benötigt.

Wer erneuerbare Wärme nutzen möchte, kann die gleiche BAFA-Förderung nutzen wie beim Neubau. Auch die KfW fördert Heizungsaustausch, stellt aber anders als das BAFA zusätzlich eine Förderung für den Einbau von Heizungen mit Brennwerttechnik zur Verfügung. Die Kombination verschiedener Förderungen bei Sanierungen im Altbau ist für gewöhnlich nicht möglich.

Da im Altbau eher selten zu erneuerbaren Energien gegriffen wird, sind der KfW Zuschuss 430 sowie der KfW Kredit 152 bei der Altbausanierung wohl meist die beste Wahl. Über den Zuschuss 430 erhältst Du für eine Einzelmaßnahme bis zu 5.000 € von der KfW (max. 10 % der Kosten). Die Nutzung des Kredits 152 stellt Dir bis zu 50.000 € zur Verfügung. 7,5 % dieser Kosten, also bis zu 3.750 €, kannst Du im Nachhinein als Tilgungszuschuss erstattet bekommen.

Quelle: © energieheld / youtube.com

Zuschüsse und Kredite im Vergleich

In der folgenden Tabelle findest Du Informationen zu allen existenten Zuschüssen und Krediten, die zur Verfügung stehen, wenn Du eine bestehende Heizung im Altbau austauschen möchtest.

Heizung austauschen im Altbau Förderung KfW Förderung BAFA Kombinierbar
Wärmepumpe Kredit 151: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 27.500 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 1.300 - 15.000 € Ja
  Kredit 152: Bis zu 50.000 € Kredit, bis zu 6.250 € Tilgungszuschuss (Heizung / Lüftung) Zuschuss: 1.300 - 15.000 € Ja
  Zuschuss 430: Bis zu 30.000 € Zuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 1.300 - 15.000 € Nein
  Zuschuss 430: Bis zu 7.500 € Zuschuss (Heizung / Lüftung) Zuschuss: 1.300 - 15.000 € Nein
Biomasseheizung Kredit 151: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 27.500 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 2.000 - 8.000 € Ja
  Kredit 152: Bis zu 50.000 € Kredit, bis zu 6.250 € Tilgungszuschuss (Heizung / Lüftung) Zuschuss: 2.000 - 8.000 € Ja
  Zuschuss 430: Bis zu 30.000 € Zuschuss (Effizienzhaus-Standard) Zuschuss: 2.000 - 8.000 € Nein
  Zuschuss 430: Bis zu 7.500 € Zuschuss (Heizung / Lüftung) Zuschuss: 2.000 - 8.000 € Nein
Brennstoffzelle Zuschuss 433: Bis zu 28.200 € Zuschuss Zuschuss: 1.900 - 6.475 € Ja
Brennwert-Heizung (Gas oder Öl) Zuschuss 430: Bis zu 30.000 € Zuschuss (Effizienzhaus-Standard) - -
  Zuschuss 430: Bis zu 7.500 € Zuschuss (Heizung / Lüftung) - -
  Kredit 151: Bis zu 100.000 € Kredit, bis zu 27.500 € Tilgungszuschuss (Effizienzhaus-Standard) - -
  Kredit 152: Bis zu 50.000 € Kredit, bis zu 6.250 € Tilgungszuschuss (Heizung / Lüftung) - -

Förderung im Altbau beantragen

Während die Beantragung für eine Förderung bei Altbausanierung mehr oder weniger genauso abläuft, wie im Fall eines Neubaus, gibt es einige entscheidende Unterschiede. Da man Förderung nur dann erhält, wenn der Antrag vor der Umsetzung der Maßnahmen erfolgt, muss frühzeitig geplant werden. Im Neubau kein Problem, wenn aber im Altbau im Winter die Heizung ausfällt, ist keine Zeit, eine Förderung zu beantragen.

Wenn Du also eine Förderung in Anspruch nehmen möchtest, musst Du rechtzeitig planen. Regelmäßige Wartung kann bewirken, dass Verschleiß rechtzeitig erkannt wird. Die meisten Heizkessel laufen mindestens 15 Jahre problemlos. Ab diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, über einen Austausch nachzudenken. Ein Energieberater hilft, im Einzelfall die richtige Heizung zu finden und den Austausch des Kessels oder aber den Einbau einer Wärmepumpe oder Holzheizung reibungslos und inklusive maximaler Förderung über die Bühne zu bringen.