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Ölheizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Einige Fakten zur Ölheizung

Nach der Gasheizung ist die Ölheizung die am häufigsten genutzte Heizung in Deutschland. Bundesweit sind derzeit noch knapp 5,5 Millionen Ölkessel in Betrieb. Zum Vergleich: Gasbetriebene Kessel gibt es etwa 13,4 Millionen. Diese Tendenz ist allerdings bereits rückläufig; ein Trend, der sich in Zukunft noch deutlich verstärken wird. Ein Grund hierfür ist, dass konventionelle Heizungen seit 2020 nicht mehr gefördert werden und dadurch in den meisten Fällen teurer sind als erneuerbare Energien.

Zudem wird der Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 auch komplett verboten sein. Grundlegende Bestandteile des Heizungssystems sind Öltank, Heizkessel, Wärmetauscher, Umwälzpumpe, Abgasleitung, Heizungsrohre und Heizkörper. Der Brennstoff ist im Öltank vorrätig, dadurch funktioniert die Heizung im Gebäude autark - eine Anbindung an ein öffentliches Versorgungsnetz ist nicht nötig.

Die Funktionsweise ist, wie bei allen anderen konventionellen Heizungen auch, recht simpel. Das Heizöl wird aus einem Tank in den Heizkessel gepumpt, dort über eine Düse zerstäubt und verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird genutzt, um das Wasser im Heizungskreislauf auf Temperatur zu bringen. Abgase werden durch den Schornstein abgeleitet.

Unter ökologischen Gesichtspunkten - Stichwort Emissionswerte - liegt die Ölheizung hinten. Einige antiquierte Heizungen wie Kohleöfen sind zwar noch deutlich schlechter, im Vergleich mit modernen Heizungen kann eine Ölheizung aber nicht mithalten. So produziert sie mehr als 15 mal so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) wie eine mit Strom betriebene Wärmepumpe.

Anlage CO2-Ausstoß pro kWh
Kohleofen (nicht mehr zeitgemäß) Ca. 660 g
Ölheizung Ca. 300 g
Gasheizung Ca. 240 g
Wärmepumpe (idealerweise mit Ökostrom) Ca. 15 - 20 g

Auch bezogen auf ihren Wirkungsgrad - also den Anteil der Umwandlung von zugeführter in nutzbringende Energie - ist die Ölheizung mit dem alten Konstanttemperaturkessel-System Schlusslicht in Sachen Energieeffizienz.

Anlage Wirkungsgrad
Luft-Wasser-Wärmepumpe 350 %
Ölheizung (Brennwert mit unterstützender Solarthermie) 126 %
Gasheizung (Brennwert mit unterstützender Solarthermie) 131 %
Ölheizung (Konstanttemperaturkessel) 70 %

Die Ölheizung - gestern, heute, morgen

Bild: Geschichte der Ölheizung
Ist das Heizen mit Öl noch zeitgemäß? | © V_Borodinova / pixabay CC0

Die Geschichte der Ölheizung beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. In den Nachkriegsjahren wurde sukzessiv von festen Brennstoffen auf Öl und Gas umgestellt - dazu kam die Einführung von Zentralheizungen.

Als Standard-Kessel galt damals (und noch bis in die 1980er-Jahre hinein) der Konstanttemperaturkessel. Mit etwas zeitlichem Abstand betrachtet ist das eine veraltete Technik mit geringem Wirkungsgrad und damit unnötig hohen Energieverlusten.

Bereits in den 1980er-Jahren wurde deshalb der bereits deutlich effizientere Niedertemperaturkessel entwickelt. Der Nachfolger des Konstanttemperaturkessels muss nicht dauerhaft eine bestimmte Temperatur halten, sondern passt seine Leistung an den jeweils aktuellen Wärmebedarf im Gebäude an. Inzwischen ist aber auch diese Technik so weit überholt, dass Niedertemperaturkessel schon nicht mehr produziert werden dürfen.

Das heute modernste System sind sogenannte Brennwertkessel. Diese Kessel arbeiten regelbar und dazu hocheffizient, indem sie selbst die eigenen Abgase nutzen, um Wärme an die Heizung weiterzugeben. Stellt sich die Frage einer Heizungsmodernisierung, ist dieser Kesseltyp sicher die beste Wahl. Zwar soll im Rahmen der Energiewende die Ölheizung langfristig aus deutschen Haushalten verschwinden, Einbau und Betrieb können allerdings selbst heute im Einzelfall noch sinnvoll sein.

Dies kann etwa der Fall sein, wenn alte Konstanttemperaturkessel ersetzt werden sollen oder wenn durch die Rahmenbedingungen schlichtweg keine andere Heizungsart in Frage kommt. Auch in ländlichen Gegenden werden noch häufig Ölheizungen genutzt. Der einfache Grund: Oft ist das öffentliche Gasnetz nicht bis in die Ortschaften ausgebaut.

Wer über eine Modernisierung oder einen Neubau nachdenkt, sollte in jedem Fall beachten, dass der Ölpreis in Zukunft anziehen wird und der Einbau ab 2026 verboten sein wird. Zudem gibt es für Ölheizungen keinerlei Förderung. Heute gilt: Wenn das Bestandsgebäude nicht gut gedämmt ist, kommt als Alternative zur Ölheizung nur eine Holzheizung in Frage. Spätestens seit der reformierten Förderung 2020 sind diese auch vergleichsweise erschwinglich.

Ölpreisentwicklung

Öl ist ein fossiler Brennstoff und damit endlich. Weil die Ressourcen zunehmend knapper werden, während gleichzeitig die Nachfrage steigt, kann sich der Preis für Heizöl in den kommenden Jahren zwangsläufig nur erhöhen. Auch kurzfristige Schwankungen nach unten werden diesen Trend wohl kaum dauerhaft stoppen.

Werden Ölheizungen bald verboten?

Das Ende der technisch veralteten Konstanttemperaturkessel ist per Gesetz besiegelt. Wegen der ineffizienten und unökologischen Funktionsweise ist die Produktion inzwischen EU-weit verboten. Auch für Niedertemperaturkessel als Nachfolger gelten bereits spezielle Richtlinien. Sie dürfen zwar noch eingebaut, aber nicht mehr hergestellt werden (bis auf wenige Ausnahmen).

Und selbst die Zeit der modernen Öl-Brennwertkessel läuft ab: Ab 2026 wird der Einbau jeglicher Ölheizung (bis auf ganz spezielle Ausnahmefälle, in denen keine alternative Wärmeerzeugung möglich ist) verboten sein. Auch die Kombination mit Solarthermie und Lüftungsanlage wird dann nicht mehr ausreichend sein. Es empfiehlt sich also, bereits jetzt über den Austausch einer alten Ölheizung durch erneuerbare Energien nachzudenken.

Gebäudetyp Vorgaben
Altbau Austauschpflicht für Konstanttemperaturkessel
  Keine Austauschpflicht für Niedertemperaturkessel; werden nicht mehr hergestellt
  Brennwertkessel derzeit noch erlaubt, ab 2026 Einbau von Ölheizungen grundsätzlich verboten
  Mit Ölheizung keinerlei Förderung verfügbar
Neubau Nur Brennwertkessel mit unterstützender Solarthermie und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung noch erlaubt, ab 2026 Einbau von Ölheizungen grundsätzlich verboten
  Mit Ölheizung keinerlei Förderung verfügbar

Kaufberatung zur Ölheizung

Der Einbau einer Ölheizung in einen Neubau ist zwar grundsätzlich noch erlaubt, muss dann aber mit Solarthermie-Unterstützung erfolgen und mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kombiniert werden. Dieses Gesamtpaket ist allerdings recht teuer. Wer die Möglichkeit hat, sollte deshalb lieber auf eine Wärmepumpen-Lösung zurückgreifen. Im Altbau wäre die Erneuerung möglich, allerdings sollte hier genau geprüft werden, welche Maßnahme sinnvoll ist.

Wenn tatsächlich nur der Kessel der alten Ölheizung defekt ist, lohnt sich meist die Anschaffung eines neuen Brennwertkessels. Andernfalls bleibt die Pelletheizung als Alternative oder bei einem Komplettaustausch eine Wärmepumpen-Anlage. So oder so gilt: In den kommenden Jahren wird der Ölpreis definitiv steigen - was langfristig gesehen zu hohen laufenden Kosten führt. Und: In Zeiten der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende kann der (verpflichtende) Umstieg auf erneuerbare Energien nur eine Frage der Zeit sein. Gute Anreize setzt die grunderneuerte Förderung in diesem Bereich auf jeden Fall.

Wer heute vor der Frage einer Modernisierung, eines Komplett-Austauschs der Ölheizung oder des Umstiegs auf eine ganz andere Heizungsform steht, muss also in jedem Fall einige Aspekte für seine Entscheidung beachten. Seit 2020 wird der Umstieg von einer Ölheizung auf erneuerbare Energien wie eine Wärmepumpe finanziell besonders attraktiv, denn er wird mit 45 Prozent der Investitionskosten gefördert. In Einzelfällen kann es vielleicht trotz allem noch sinnvoll sein, eine Ölheizung zu verbauen - eine nachhaltige langfristige Alternative ist sie aber nicht. Verschiedene Vorteile und Nachteile der Ölheizung in der Übersicht:

Vorteile einer Ölheizung Nachteile einer Ölheizung
Keine Infrastruktur außerhalb des Gebäudes nötig (z. B. öffentliches Versorgungsnetz) Vergleichsweise teures Heizungssystem (Anschaffung, laufende Kosten), keine Förderung
Unabhängigkeit von Energieversorgern (z. B. Stadtwerken) bei der Beschaffung des Brennstoffs (Zeitpunkt, Menge) Vergleichsweise hoher CO2-Ausstoß und geringer Wirkungsgrad
Anbieter kann selbst gewählt werden Heizöl muss im Vorfeld gekauft werden
  Es ist mit weiter ansteigenden Ölpreisen zu rechnen
  Einbau wird ab 2026 verboten sein

Übliche Kosten und Wirtschaftlichkeit

Bild: Kosten Ölheizung
Kosten der Ölheizung | © loufre / pixabay CC0

Wer in seinem Neubau eine Ölheizung verbauen will, kommt - so will es das Gesetz - um eine Ergänzung durch erneuerbare Energien nicht herum. Der Einfachheit halber wird meistens eine Solarthermie-Anlage eingebaut, es sind aber prinzipiell auch andere Formen der Energiegewinnung möglich.

Verglichen mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe (empfohlene Standardlösung für den Neubau) ergeben sich dann mit Solarthermie und Lüftungsanlage folgende Anschaffungskosten:

Anlage Anschaffung
Ölheizung mit Tank und Solar-Warmwasser 16.000 €
Ölheizung mit Tank, Solar-Heizungsunterstützung und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 32.500 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 20.000 € (abzgl. 35 % Förderung)

Doch nicht nur die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sind bereits günstiger, im Verlauf der Lebensdauer der Heizung spart sie dem Betreiber noch einmal mehr Geld durch niedrigere Betriebskosten ein. Gute 200 Euro können mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe jedes Jahr eingespart werden. Wird dazu noch eine Photovoltaik-Anlage genutzt, können sich diese Kosten weiter senken.

Daraus ergibt sich eine recht eindeutige Aufrechnung der Wirtschaftlichkeit. Jede Heizung ist darauf ausgelegt, zumindest 15 bis 20 Jahre genutzt zu werden. Aus diesem Grund sollte man sich immer vor Augen halten, was eine Heizung über diese Zeit gerechnet kosten wird. Mit einer Ölheizung in Kombination mit Lüftung und einer Solarthermie-Anlage musst Du auf 20 Jahre gerechnet rund 15.000 Euro mehr zahlen, als wenn Du Dich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entscheidest.

Anlage 5 Jahre 10 Jahre 20 Jahre 25 Jahre
Ölheizung mit Tank und Solar-Warmwasser 20.000 € 24.600 € 36.400 € 43.600 €
Ölheizung mit Tank, Solar-Heizungsunterstützung und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 28.900 € 32.000 € 39.600 € 44.400 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Standard-Lösung) 15.300 € 18.000 € 24.700 € 28.900 €

Kosten für den Einbau

Bild: Einbau Kosten Ölheizung
Was wird Euch der Einbau einer Ölheizung kosten? | © sathyatripodi / pixabay CC0

Die Kosten für die Installation einer Ölheizung sind so individuell wie die technische Ausstattung der Anlage und das Gebäude, in dem sie verbaut wird. Es gibt jedoch grobe Richtwerte, welche Kosten man in Deutschland erwarten darf.

Der Preis einer Handwerkerstunde liegt zwischen 40 und 60 Euro. Gemessen daran werden in der Regel 1.500 bis 4.000 Euro für den Einbau einer Ölheizung fällig.

Dieser vergleichsweise hohe Preis liegt im Einbau von Tank und Solarthermie-Anlage begründet. In jedem Fall kommen um die 150 bis 700 Euro Materialkosten dazu - etwa für Rohre, Schläuche sowie Schellen.

Installationskosten Ölheizung
Einbau 1.500 - 4.000 €
Material 150 - 700 €

Laufende Kosten

Die Betriebskosten einer Ölheizung sind im Vergleich zur Wärmepumpe deutlich höher. Pro Jahr werden zwischen 720 Euro (Ölheizung mit Solar-Heizungsunterstützung) und 760 Euro (Ölheizung mit Solar-Warmwasser) fällig. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kommt hingegen auf rund 440 Euro pro Jahr.

Diese Kosten setzen sich unter anderem aus den Entgelten für Schornsteinfeger sowie dem für Pumpe und Brenner benötigten Haushaltsstrom zusammen. Dazu kommen die individuellen Heizöl-Kosten und die Gebühren für die regelmäßige Wartung der Anlage.

Experten empfehlen die Wartung ein Mal jährlich vor der anstehenden Heizsaison. Weil die Arbeiten sehr umfangreich sind, werden allein dafür 250 Euro fällig. Es müssen alle wichtigen Elemente durchgesehen, gereinigt und geprüft werden. Der Ölfilter muss ersetzt werden, zudem werden Druck-, Temperatur- und Abgasmessungen durchgeführt.

Anlage Wartung und Versicherung Betriebskosten pro Jahr
Ölheizung mit Tank und Solar-Warmwasser 350 € 760 €
Ölheizung mit Tank und Solar-Heizungsunterstützung 350 € 720 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Standard-Lösung) 100 € 440 €

(Quelle: energieheld.de)

Kosten im Altbau

Wer seine Ölheizung im Altbau modernisieren will, hat den Vorteil, dass der Tank bereits vorhanden und Solarthermie nicht verpflichtend ist. Im Vergleich ist die Anschaffung also entsprechend günstiger. Deswegen - und da im Altbau teilweise die Bedingungen für den Einbau einer Wärmepumpe nicht gegeben sind - steht die Ölheizung hier auf den ersten Blick etwas besser da.

Was man jedoch nicht außer Acht lassen darf, ist die Austauschprämie von 45 Prozent der Anschaffungskosten, wenn man eine alte Ölheizung durch eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt. Dies gilt umso mehr, da in der Förderung auch nötige Umfeldmaßnahmen wie etwa Demontage und Entsorgung der alten Heizung sowie die Installation einer modernen Flächenheizung enthalten sind.

Anlage Anschaffungskosten
Brennwert-Ölheizung mit Nutzung des vorhandenen Tanks 9.000 €
Brennwert-Ölheizung mit neuem Tank 11.500 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 8.250 € (15.000 € abzgl. 45 % Förderung)

Förderung für eine Ölheizung

Bild: Ölheizung Förderung
Förderung für eine Ölheizung? | © generatorpowerproducts / pixabay CC0

Konventionelle Heizungen werden seit 2020 nicht mehr gefördert. Lediglich Gas-Brennwertkessel, die in Kombination mit erneuerbaren Energien als Hybridheizung verbaut werden, erhalten im Altbau noch eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Alle anderen Heizungen auf Basis fossiler Energieträger gehen sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand leer aus. Mehr noch: Entscheidest Du Dich trotz aller Gegenargumente für eine Ölheizung, hast Du keinerlei Chance, eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Deinen Neubau (Kredit 153) bzw. Deine Komplettsanierung zum Effizienzhaus (KfW 151) zu bekommen. Auch aus diesen Gründen ist vom Einbau einer Ölheizung also in den allermeisten Fällen dringend abzuraten.

Förderung im Altbau: Austauschprämie Ölheizung vom BAFA

Wenn Du Deine mindestens 2 Jahre alte Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die erneuerbare Energien nutzt, kannst du beim BAFA die sogenannte Austauschprämie beantragen. Dabei handelt es sich um einen Zuschuss in Höhe von 40 bis 45 Prozent Deiner Investitionskosten. Besonders lohnend: Es wird nicht nur die Heizung selbst gefördert, sondern auch die nötigen Umfeldmaßnahmen. So sind Demontage und Entsorgung von Ölheizung und Tank ebenso enthalten wie eine moderne Flächenheizung (etwa eine Fußbodenheizung) und vieles mehr. Die verschiedenen Varianten der BAFA-Förderung zum Austausch einer Ölheizung auf einen Blick:

Neue Heizung im Altbau BAFA-Förderung „Heizen mit erneuerbaren Energien", Austauschprämie Ölheizung
Wärmepumpe 45 % der förderfähigen Kosten
Holzheizung 45 % der förderfähigen Kosten
EE-Hybride (Kombination mehrerer erneuerbarer Energieträger) 45 % der förderfähigen Kosten
Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung 40 % der förderfähigen Kosten

Förderung beantragen

Wichtig: Wer die Unterstützung beantragen möchte, muss dies unbedingt vor der schriftlichen Auftragsbestätigung des Bauvorhabens tun - im Nachhinein ist keine Förderung mehr möglich. Planungsleistungen können allerdings bereits vorher erledigt werden. Wichtig: Bei Antragstellung musst Du bereits ein konkretes Angebot vorliegen haben, denn auf dessen Grundlage berechnet sich die Höhe der Förderung. Eine nachträgliche Korrektur nach oben ist nicht nötig. Den Antrag beim BAFA kannst Du selbst online stellen, alternativ kann das auch der Fachunternehmer oder ein anderer Bevollmächtigter tun.

Heizkosten bei Heizöl senken

Bild: Ölheizung Heizöl Heizkosten senken
Wie senke ich die Heizkosten bei einer Ölheizung? | © QuinceMedia / pixabay CC0

Ich habe eine bestehende Ölheizung, die noch wunderbar funktioniert. Eine neue Heizung möchte ich mir also vorerst nicht zulegen. Kann ich trotzdem irgendetwas tun, um Heizkosten senken? Und kann ich gleichzeitig noch etwas für die Umwelt tun?

Wer die Betriebskosten seiner schon vorhandenen Ölheizung senken will, der hat verschiedene Möglichkeiten, seinen Geldbeutel zu schonen. Das Einsparpotenzial bei liegt vor allem beim Brennstoff, aber auch die Umverteilung der Energieerzeugung auf Zusatzgeräte kann sinnvoll sein.

Schlau einkaufen (großen Tank haben)

Ölpreise schwanken permanent. Wer an dieser Stelle sparen möchte, sollte also die Tagespreise im Blick behalten und zum bestmöglichen Zeitpunkt bestellen. Gut zu wissen: Über lange Sicht betrachtet beginnt das Jahr tendenziell mit moderaten Preisen, die bis zum Herbst ansteigen. Im Spätherbst wird das Heizöl meist wieder günstiger, weil sich der Großteil der Nutzer bereits Ende August eingedeckt hat.

Tatsächlich ist Heizöl im Winter, also während der (aus-)laufenden Heizperiode, häufig günstiger als in den übrigen Jahreszeiten. Die Menge macht’s: Wenn der günstigste Zeitpunkt für die Bestellung klar ist, sollte gleich so viel Heizöl wie möglich geordert werden. In einem großen Tank lässt sich mehr unterbringen - die Einsparung wird mit jedem Liter größer. Zudem verlangen Lieferanten bei kleineren Mengen auch gern mal einen höheren Literpreis. Für tagesaktuelle Preise kannst Du bei Bedarf einen Ölpreismonitor zurate ziehen.

Solarthermie ergänzen

Ein weiterer Ansatz zum Geldsparen ist die Anschaffung einer ergänzenden Solarthermie-Anlage. Zwar sind die Einsparungen vergleichsweise gering, die Anschaffung ist aber nicht pauschal unwirtschaftlich. Wer eine solche Anlage einbaut, hat zudem ein Anrecht auf eine BAFA-Förderung.

Letztlich kostet das Gerät unter Abzug der Fördermittel für ein Einfamilienhaus im Schnitt 8.000 bis 10.000 Euro. Der Vorteil: Während die Sonne für Energie - und damit Wärme - sorgen kann, muss nicht ausschließlich auf Heizöl zurückgegriffen werden. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern auch laufende Kosten.

Brauchwasser-Wärmepumpe ergänzen

Ebenfalls eine Option: Die Brauchwasser-Wärmepumpe. Sie nutzt die Abwärme der Ölheizung, um damit die Warmwasserversorgung sicherzustellen. Positiver Nebeneffekt: Sie kühlt die unmittelbare Umgebung um etwa zwei Grad Celsius ab und entzieht der Luft Feuchtigkeit.

Das kann insbesondere in Kellerräumen hilfreich für die Wäschetrocknung und Belüftung sein. Langfristig können mit einer Brauchwasser-Wärmepumpe - die Anschaffungskosten liegen bei rund 4.000 Euro - die laufenden Kosten minimiert werden, weil die Erhitzung des Wassers nicht mehr von der Ölheizung selbst übernommen werden muss.

Quelle: © Selfio GmbH - Do it yourself. Aber do it richtig. / youtube.com

Alternativen zur Ölheizung

Bild: Alternative Ölheizung
Welche sinnvollen Alternativen zur Ölheizung gibt es? | © Bru-nO / pixabay CC0

In Zeiten der Energiewende und der absehbaren Erschöpfung fossiler Brennstoffe gehören moderne Ölheizungen zwar zumindest im Altbau noch nicht endgültig zum alten Eisen, auf lange Sicht gerechnet machen die laufenden Kosten die Ölheizung aber zu einer vergleichsweise teuren Angelegenheit.

Und spätestens mit dem Verbot des Einbaus neuer Ölheizungen ab 2026 sind ihre Tage endgültig gezählt. Zudem ist diese Art der Energiegewinnung auch nicht ressourcenschonend. Wer jetzt neu baut und die Wahl hat, sollte sich deshalb immer für eine Wärmepumpe entscheiden. Grund sind die deutlich niedrigeren Anschaffungs- und Betriebskosten.

Ist das Gebäude gut gedämmt, lassen sich im Vergleich zu Heizungen mit fossilen Brennstoffen große Beträge bei den Heizkosten einsparen. In Altbauten kommen grundsätzlich alle Heizungsarten außer der enorm teuren Elektroheizung in Frage. Erste Wahl ist dort allerdings die Wärmepumpe, sofern eine gute Dämmung vorhanden ist und die Rahmenbedingungen stimmen - es wird in der Regel nur ein Stromanschluss benötigt.

Wer im Altbau hingegen einen hohen Wärmebedarf bzw. ein nur wenig gedämmtes Gebäude hat, sollte eher auf Holz setzen. Ist viel Platz vorhanden, kommen Hackschnitzel als Brennstoff in Frage, wenn viel Zeit vorhanden ist, Scheitholz. Ansonsten können auch einfach Holzpellets genutzt werden. Diese sind zwar etwas teurer als die alternativen Biomasse-Heizmittel, dafür aber am einfachsten in der Handhabung.

Alternative zur Ölheizung Besonderheiten
Wärmepumpe (Luft, Wasser oder Geothermie) Für gut gedämmte Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf
Sehr niedrige Betriebskosten (Strom)
Biomasseheizung (Holzpellets, Hackschnitzel, Scheitholz) Für Gebäude mit höherem Wärmebedarf
Relativ günstige erneuerbare Energie, aber erhöhter Platzbedarf

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