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Inhaltsverzeichnis

Zahlen und Fakten zur Gasheizung

Bild: Gasheizung Fakten
Die Gasheizung - Zahlen und Fakten | © avantrend / pixabay CC0

Erdgas ist heutzutage der wichtigste Energieträger im Heizungssektor. Das teurere, in der Regel insgesamt weniger preisstabile Öl wird zunehmend durch Gas abgelöst, zumal dieses zusätzlich auch noch mit geringeren CO2-Emissionen verbrennt. Daher wird Gas als der „grünste“ fossile Brennstoff angesehen.

Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hat auf Grundlage einer Schätzung des Schornsteinfegerhandwerks für das Jahr 2018 ermittelt, dass von den derzeit in Betrieb befindlichen circa 20,7 Millionen Wärmeerzeugern 13,4 Millionen Gasheizungen sind. Davon sind 7,1 Millionen Heizwertgeräte und etwa 6,3 Millionen modernere Brennwertkessel - das sind insgesamt immerhin stolze 65 Prozent. Weitere 26 Prozent der Heizungen werden mit Öl betrieben, während Biomasse-Kessel und Wärmepumpen gemeinsam im Gebäudebestand nur 9 Prozent ausmachen.

Im Neubau sieht die Sache allerdings grundsätzlich anders aus, denn hier sind Wärmepumpen mittlerweile führend. Hinzu kommen noch etwa 2,5 Millionen Solarthermie-Anlagen. Leider sind 57 Prozent der insgesamt installierten Anlagen energetisch unzureichend effizient. Hier besteht also noch großer Verbesserungsbedarf - und das geht auch mit einer Gasheizung.

Alle Gasheizungen gewinnen Energie aus der Verbrennung von Gas. Meist wird Erdgas verwendet, daneben gibt es die Möglichkeit, mit sogenannten Flüssiggasen zu heizen, die aus einem Gemisch aus Propan oder Butan bestehen. Weniger weit verbreitet ist das durch Kohlevergasung hergestellte Stadtgas sowie Biogas. Das grundsätzliche Funktionsprinzip bleibt hierbei immer gleich:

Ein erhitzter Wärmeträger, in der Regel Wasser, manchmal auch Luft, wird durch eine Umwälzeinrichtung in die verschiedenen Räume transportiert. Im Detail gibt es allerdings große Unterschiede, je nachdem, welche Art von Heizungsanlage verwendet wird und ob man die Heizung zusätzlich mit umweltfreundlichen Mitteln wie beispielsweise einer Solarthermie-Anlage oder einer Brauchwasser-Wärmepumpe ergänzt. All diese Faktoren haben nicht nur auf die Kosten einen großen Einfluss, sondern auch auf die Umweltbilanz der Heizung.

Grafik: Verteilung Heizungen Deutschland
Was für Heizungen sind im Betrieb? | © deine-heizung.de

Die Gasheizung gestern, heute und morgen

Bild: Gasheizung Geschichte
Gas ist ein fossiler Brennstoff | © Magnascan / pixabay CC0

Der modernste, energieeffizienteste und sparsamste Typ der Gasheizung ist der Brennwertkessel. Daneben gibt es noch die ältere, weniger effiziente Heizwerttechnik mit Konstant- oder Niedertemperaturkesseln.

In älteren Gebäuden findet man zudem manchmal noch Gasheizöfen, die einzelne Räume beheizen, indem sie Gas verbrennen und die erzeugte Wärme direkt an die Raumluft abgeben. Üblicherweise werden heutzutage aber komplette Gebäude oder Etagen mit einer Zentralheizung beheizt.

Der aus heutiger Sicht veraltete Konstanttemperaturkessel, auch Standardkessel genannt, lässt sich nur mit hohen Temperaturen betreiben, meist zwischen 70 und 90 Grad Celsius. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass das im Gas enthaltene Wasser kondensiert. Dabei würde es aggressive Säuren freisetzen, die den Kessel beschädigen würden. Diese Technik ist nach heutigem Standard sowohl ökologisch als auch ökonomisch höchst ineffizient, zumal hohe Wärmeverluste entstehen, da die warmen Abgase ungenutzt in die Umwelt abgegeben werden.

Modernere Heizkessel können korrosionsbeständig gebaut werden, indem Materialien wie Edelstahl oder Keramik verwendet werden. Der Niedertemperaturkessel kann auf dieser Grundlage effizienter arbeiten als der Konstanttemperaturkessel. Da die Korrosionsgefahr hier nicht gegeben ist, kann er schon mit Temperaturen von etwa 35 bis 40 Grad Celsius betrieben werden. Auf diese Weise spart der Niedertemperaturkessel gegenüber dem Standardkessel gut 20 bis 30 Prozent an Energie ein.

Außerdem verfügt er über einen Wärmefühler, der die Außentemperatur misst und entsprechend die Leistung anpasst. Zudem kann der Niedertemperaturkessel gegenüber dem Konstanttemperaturkessel noch weitere konstruktionelle Fortschritte verzeichnen. Hierzu gehört eine trockene, vom Heizwasser getrennte Brennkammer, die durch eine Rippenstruktur eine größere Oberfläche erhält und dadurch schneller höhere Temperaturen entwickeln kann. Außerdem kann ein sogenannter Thermostream eingesetzt werden, der ein starkes Abkühlen der Kesseloberfläche vermeidet, indem das kalte Heizungswasser erst mit wärmerem vermischt wird.

Die derzeit modernste Gasheizung ist der Brennwertkessel. Die Brennwerttechnik ermöglicht eine deutlich effizientere Nutzung des verbrannten Rohstoffs, da auch die Wärme des Abgases sowie die Kondensationswärme des Wasserdampfes genutzt werden. Diese Wärme nutzt man etwa, um das kalte Heizungswasser vorzuwärmen, wodurch der Brenner weniger Energie benötigt, um die für die Heizkörper nötige Temperatur zu erreichen.

Neben dem mit Gas betriebenen Brennwertkessel gibt es noch Systeme, die mit Öl oder Holz bzw. Holzpellets arbeiten. Mit Erdgas betriebene Brennwertkessel erreichen allerdings den höchsten Nutzungsgrad, das heißt, das Verhältnis zwischen zugeführter Energie und erzeugter Wärme ist bei dieser Lösung am günstigsten. Gegenüber einem herkömmlichen Niedertemperaturkessel kann ein modernes Brennwertgerät die Kohlendioxid-Emissionen um die Hälfte reduzieren und so 10 bis 30 Prozent Heizkosten einsparen.

Aber kann ich heutzutage im Rahmen der Energiewende überhaupt noch auf Gas setzen? Wie sieht es mit der Zukunftssicherheit meiner Gasheizung aus? Generell kann man sagen, dass sich Gas über die Jahre als stabiler, günstiger Energielieferant erwiesen hat. Es ist aber, bedingt durch seinen Charakter als fossiler Brennstoff, nicht unproblematisch.

Im Vergleich zu den Alternativen Kohle und Erdöl ist es jedoch deutlich umweltfreundlicher, da bei seiner Verbrennung weniger Kohlendioxid entsteht. Weil der Energiebedarf vorerst noch nicht allein aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, ist Gas derzeit also noch ein unverzichtbarer Brennstoff. Erneuerbare Energien werden allerdings zunehmend wichtiger und beliebter - und dank stark erhöhter Förderung auch immer erschwinglicher. Eine Förderung für (reine) Gasheizungen hingegen gibt es seit 2020 nicht mehr.

Gestern Heute Morgen
Konstanttemperaturkessel Brennwertkessel Brennwertkessel mit Solarthermie-Unterstützung
Niedertemperaturkessel Brennwertkessel mit Solarthermie-Unterstützung Erneuerbare Energien (z. B. Wärmepumpen)

Gaspreisentwicklung

Bild: Gaspreisentwicklung
Sind beim Gas steigende Preise zu erwarten? | © kschneider2991 / pixabay CC0

Gas ist aber nicht nur umweltfreundlicher als etwa Öl, auch preislich ist es durchaus konkurrenzfähig. Außerdem unterliegt es nur geringen Preisschwankungen.

In den letzten zehn Jahren bewegten sich die durchschnittlichen Preise für Erdgas pro Kilowattstunde (kWh) stets zwischen ca. 5,5 und 7 Cent; aktuell (im Frühjahr 2020) liegt der Preis bei etwas über 6 Cent. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Gasarten zum Teil deutlich im Preis.

Die preiswerteste Alternative ist das Erdgas, Flüssiggas bewegt sich im mittleren Bereich und Biogas ist mit Abstand am teuersten. Bei der Wahl einer Gasart ist allerdings nicht nur der Kaufpreis zu berücksichtigen, sondern auch der Brennwert. Dieser ist bei Flüssiggas am höchsten, bei Biogas am niedrigsten, das Erdgas liegt hier im Mittelfeld. Trotz des hohen Brennwerts von Flüssiggas ist derzeit Erdgas die günstigste Lösung, wenn man alle Kosten berücksichtigt.

Gas und die Energiewende

Obwohl Erdgas ein fossiler Brennstoff ist, spielt es in der Energiewende eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige Energieversorgung. Im Gegensatz zu anderen konventionellen Energieträgern wie Kohle oder Öl ist es deutlich sauberer, weist beispielsweise geringere CO2- und Feinstaubemissionen auf. Außerdem ist die bestehende Infrastruktur natürlich nicht auf Erdgas festgelegt, sondern kann in Zukunft auch für klimaneutrale Gase genutzt werden. Das Netz muss also nicht aus- oder umgebaut werden, um etwa Bio-Methan zu transportieren.

Noch dazu kann das Biogas so aufbereitet werden, dass es Erdgasqualität erreicht, um es dann einfach ins bestehende Erdgasnetz einzuspeisen. Erdgas ist also ein wichtiger Baustein der Energiewende und bei der Wärmewende nicht wegzudenken: Würde man alle Ölheizungen in Haushalten, die bereits einen Gasanschluss besitzen, durch Gasheizungen mit Brennwertkesseln ersetzen, könnten 18 Millionen Tonnen CO2 jährlich vermieden werden.

Das entspräche immerhin 40 Prozent dessen, was im Gebäudebereich bis zum Jahr 2030 noch eingespart werden muss; Erdgas hat hier also ein nicht zu unterschätzendes Einsparpotenzial. In Kombination mit modernen Technologien wie Solarthermie, Kraft-Wärme-Kopplung oder Brennstoffzellen kann Gas - und hier insbesondere das Biogas - also auch mittelfristig eine wichtige Komponente der Energiewende darstellen.

Kaufberatung zur Gasheizung

Bild: Welche Gasheizung kaufen?
Sollte ich mir eine Gasheizung anschaffen? | © TBIT / pixabay CC0

Wer sich eine neue Gasheizung zulegen will, muss einiges beachten: Plane ich für einen Neubau oder für einen Altbau? Ist schon ein Gasanschluss vorhanden oder muss der erst noch gelegt werden? Welche Kosten kommen jeweils auf mich zu? Und für welche Art Kessel sollte ich mich entscheiden?

Die letzte Frage stellt sich nur bei Altbauten, denn in Neubauten dürfen prinzipiell keine Niedertemperaturkessel (geschweige denn Konstanttemperaturkessel) mehr verbaut werden. Steht bereits im Vorfeld fest, dass die Heizungsanlage nur wenig genutzt wird, könnte man im Altbau durchaus über die Anschaffung einer kostengünstigeren Heizwert-Gasheizung nachdenken. Allerdings ist inzwischen nur noch der Einbau von Etagenheizungen, also von Gasthermen gestattet - und das auch nur im Mehrfamilienhaus, wenn ansonsten alle Heizungen gleichzeitig auf Brennwerttechnik umgerüstet werden müssten.

In den meisten Fällen dürfte sich aber längerfristig ohnehin eher der Einbau einer etwas teureren Brennwertheizung lohnen - erst recht, wenn man berücksichtigt, dass sie nicht nur die laufenden Kosten deutlich senkt (und sich somit im Schnitt nach 7 bis 10 Jahren amortisiert) sondern zudem ökologisch sinnvoller ist. Eine Brennwertheizung spart also langfristig Heizkosten und Emissionen. Hat sie darüber hinaus noch weitere Vorteile oder vielleicht auch Nachteile?

Vorteile einer Gasheizung (Brennwert) Nachteile einer Gasheizung (Brennwert)
Hohe Energieeffizienz, dadurch geringere Kosten und Emissionen Erdgas ist ein fossiler Brennstoff
Erdgas günstiger als Erdöl Langfristige Prognose der Preisentwicklung nicht möglich
Relativ kostengünstige und unkomplizierte Installation in fast allen Gebäuden Gasanschluss notwendig (Kosten: ca. 2.500 €)
Förderung durch das BAFA möglich Säurebeständige Abfluss- und Abgasleitungen notwendig (säurehaltiges Kondensat)

Übliche Kosten für eine Gasheizung

Bild: Gasheizung Anschaffungskosten
Kosten einer Gasheizung | © stevepb / pixabay CC0

Pauschal lässt sich zwar nicht angeben, was eine Gasheizung in der Anschaffung kostet, da hier viele Faktoren mit hineinspielen. Es lassen sich aber einigermaßen zuverlässige Durchschnittswerte angeben.

Bei einem Brennwertgerät für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten im Neubau bei etwa 10.000 Euro; hinzu kommen noch einmal rund 8.000 Euro für eine Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung sowie 13.000 Euro für eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Eine Gasheizung ist allein nämlich nicht in der Lage, die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) zu erfüllen. Die Gesamtkosten setzen sich beim Einbau einer Gasheizung in einem modernen Neubau mit einem Energiebedarf von rund 7.200 Kilowattstunden (kWh) folgendermaßen zusammen:

Notwendige Komponenten Optionale Komponenten Kosten
Gasheizung   2.000 - 4.000 €
Brennwerttechnik + Schornstein   1.000 - 2.500 €
  Warmwasserspeicher 800 - 1.500 €
  Gasanschluss 1.000 - 2.500 €
  Zubehör (Rohre etc.) 150 - 700 €
  Hydraulischer Abgleich 500 - 1.500 €
Solarthermie-Anlage   10.000 €
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung   13.000 €
Installation   1.000 - 3000 €
Gesamtkosten   27.000 - 32.500 €

Was eine Gasheizung am Ende kostet, hängt also in großem Maße von den optionalen Komponenten ab, genaue Angaben lassen sich demnach nicht machen. Die o. g. Richtwerte können jedoch bei einer ersten Orientierung über die zu erwartenden Kosten hilfreich sein. Eine umweltfreundliche Alternative zur Gasheizung kann eine Wärmepumpe sein. Diese ist in der Anschaffung zwar teurer, benötigt zum Betrieb allerdings keinen eigenen Brennstoff, sondern lediglich Strom. Wie das funktionieren kann?

Wärmepumpen machen die in der Umgebung ohnehin vorhandene Wärmeenergie nutzbar. Je nach Art der Wärmepumpe sind Anschaffungskosten und Stromkosten jeweils unterschiedlich: Erd- und Wasser-Wärmepumpen sind in der Anschaffung günstiger, da sie als alleinige Heizung ausreichen und großzügig gefördert werden. Außerdem arbeiten sie effizienter. Die folgende Tabelle vergleicht durchschnittliche Anschaffungskosten sowie laufende Kosten für Gasheizung und Wärmepumpen:

Heizungstyp Anschaffung Betriebskosten Gesamtkosten nach 10 Jahren
Gas-Brennwertkessel mit Solarthermie-Unterstützung (mindestens 25 % Heizlastversorgung) und Lüftung 31.000 € (abzgl. 30 % Förderung für Solarthermie) 550 € 30.000 €
Luft-Luft-Wärmepumpe 15.000 € 600 € 21.900 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 15.000 € 530 € 21.100 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 25.000 € (abzgl. 35 % Förderung) 400 € 20.900 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 20.000 € (abzgl. 35 % Förderung) 440 € 18.000 €

Kosten für den Einbau

Zu den Anschaffungskosten kommen die Kosten für den Einbau, die meist bei etwa 40 bis 60 Euro pro Handwerkerstunde liegen. Je nach Aufwand können sie also sehr unterschiedlich ausfallen; generell ist mit Kosten von 1.000 bis 3.000 Euro zu rechnen.

Zudem ist der Einbau einer Gasheizung im Neubau in der Regel weniger kompliziert als im Altbau, da ein Gasanschluss schon vorhanden bzw. leichter zu legen ist. Im Altbau hingegen können hier schnell höhere Kosten entstehen, wenn umfassendere Umbau- und Installationsmaßnahmen nötig werden.

Laufende Kosten

Bild: Gasheizung Einbau Kosten
Einbau und Betrieb einer Gasheizung verursachen Kosten | © stevepb / pixabay CC0

Zentraler Bestandteil der laufenden Kosten für eine Gasheizung ist der Brennstoff, also das Gas. Je nach aktuellem Gaspreis und tatsächlichem Verbrauch kann dieser Posten natürlich variieren.

Derzeit ist bei einem Brennwertgerät mit Heizungsunterstützung durch Solarthermie und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung mit etwa 250 Euro zu rechnen.

Dazu kommen jährlich noch Kosten für Reinigung und Wartung der Anlage sowie den Schornsteinfeger, die zusammen rund 300 Euro ausmachen. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Betriebskosten also auf um die 550 Euro. Im Gebäudebestand ist eine neue Gasheizung insgesamt weniger teuer als im Neubau, da man hier nicht zum Einsatz einer Solarthermie-Anlage und einer Lüftung zur Unterstützung der Heizung verpflichtet ist.

Allerdings können im Altbau höhere Kosten entstehen, falls noch kein Gasanschluss vorhanden ist Die folgende Tabelle gibt Dir eine grobe Übersicht über die zu erwartenden Kosten in einem sanierten Altbau mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern und einem jährlichen Wärmebedarf von 24.000 kWh.

Heizungstyp Anschaffung Betriebskosten Gesamtkosten nach 10 Jahren
Gasheizung Brennwert 7.500 € 1.530 € 25.100 €
Gasheizung Brennwert (mit Anschluss) 10.000 € 1.530 € 27.600 €
Gasheizung Brennwert (mit Anschluss und Solarthermie Warmwasser) 14.500 € 1.550 € 32.300 €
Gasheizung Brennwert (mit Anschluss und Solarthermie Heizungsunterstützung) 18.000 € (abzgl. 30 % Förderung) 1.430 € 34.400 €

Förderung für eine Gasheizung

Seit 2020 werden konventionelle Heizungen allein grundsätzlich nicht mehr gefördert. Prinzipiell ist bei Gasheizungen (und auch Ölheizungen, diese sind allerdings ab 2026 verboten) im Neubau nur noch der Einbau von Brennwerttechnik gestattet. Außerdem dürfen sie nur unterstützt durch Solarthermie und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verbaut werden. Ohne diese Ergänzungen kannst Du mit einer konventionellen Heizung den vorgeschriebenen KfW-Effizienzhausstandard der Stufe 55 oder besser nicht erreichen.

Dieser Standard ist die Voraussetzung für eine Förderung aus öffentlichen Mitteln. Erreicht Dein Haus diesen Standard, gibt es im Neubau folgende Möglichkeiten: Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) steht Dir für energieeffiziente Neubauten der Kredit 153 zur Verfügung. Dieser lässt sich, die entsprechende Anlagengröße vorausgesetzt, mit der Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Solarthermie kombinieren.

Förderprodukt Bedingungen Finanzieller Rahmen
KfW-Kredit 153 Neubau: KfW-Effizienzhaus 40 Plus, 40 oder 55 Bis zu 120.000 € Kredit, max. 30.000 € Tilgungszuschuss (je nach Effizienzhaus-Standard)
BAFA-Förderung „Heizen mit erneuerbaren Energien 2020" Neubau: Solarthermie-Anlage (ab 20 m²) mit angemessenem Wärmespeicher; Details abhängig vom Kollektortyp; min. 3 Wohneinheiten oder Nicht-Wohngebäude oder Solaraktivhaus Zuschuss: 30 % der Anschaffungskosten

Förderung beantragen

Bild: Gasheizung Förderung beantragen
Eine Gasheizung solltest Du fördern lassen! | © TeroVesalainen / pixabay CC0

Wichtig: Wenn Du Fördermittel beantragen möchtest, musst Du das unbedingt vor Umsetzung des Bauvorhabens tun - eine nachträgliche Förderung gibt es nicht.

Für die Beantragung von KfW-Mitteln musst Du einen Energieberater hinzuziehen. Dieser bescheinigt, dass das Vorhaben sinnvoll umsetzbar ist. Für einen Antrag beim BAFA hingegen benötigst du nicht unbedingt einen Energieberater; hier kannst Du den Antrag selbst online stellen.

Förderung im Altbau

Für einen Gas-Brennwertkessel kannst Du seit 2020 nur noch im Altbau eine Förderung bekommen. Diese kommt für eine Einzelmaßnahme neuerdings nicht mehr von der KfW, sondern vom BAFA. Bedingung ist allerdings, dass die Gasheizung entweder direkt als Hybdridheizung in Verbindung mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien eingesetzt oder innerhalb der nächsten zwei Jahre entsprechend aufgerüstet wird („Renewable Ready“).

Im Rahmen einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus kannst Du Deine Heizung alternativ durch die KfW mit fördern lassen. Hierzu kannst du entweder das Programm 151 (Kredit) oder das Programm 430 (Zuschuss) für energieeffizientes Sanieren nutzen. Über beide ist ein Zuschuss von maximal 48.000 Euro möglich, Programm 151 umfasst zudem ein Darlehen von höchstens 120.000 Euro.

Förderprodukt Bedingungen Finanzieller Rahmen
BAFA-Förderung „Heizen mit erneuerbaren Energien 2020" Altbau: Gas-Brennwertkessel als Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung Zuschuss: 30 % der Anschaffungskosten (inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger)
BAFA-Förderung „Heizen mit erneuerbaren Energien 2020" Altbau: Gas-Brennwertkessel „Renewable Ready“ Zuschuss: 20 % der Anschaffungskosten (ohne erneuerbaren Wärmeerzeuger)
KfW-Zuschuss 430 Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus 25 - 40 % der Gesamtkosten (max. 120.000 €), also höchstens 48.000 €
KfW-Kredit 151 Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus Kreditsumme max. 120.000, 25 - 40 % Tilgungszuschuss, also höchstens 48.000 €

Heizkosten bei Erdgas senken

Bild: Gasheizung Erdgas Heizkosten senken
Wie senke ich bei einer Gasheizung die Heizkosten? | © QuinceMedia / pixabay CC0

Auch ohne direkt eine komplett neue Heizung anzuschaffen, lassen sich die Heizkosten senken. Hier kann man über eine Reihe von Maßnahmen nachdenken: Vom Wechsel des Gasanbieters bis hin zur Anschaffung ergänzender Technik wie etwa Solarthermie oder einer Brauchwasser-Wärmepumpe.

Das Heizverhalten spielt ebenfalls eine große Rolle. So lassen sich zum Beispiel durch warme Kleidung, isolierenden Fußbodenbelag, reduzierte Temperatur im Schlafzimmer sowie effizientes Lüften Heizkosten einsparen - und nebenbei CO2-Emissionen senken, weil insgesamt weniger geheizt werden muss.

Anbieter vergleichen

Eine weitere relativ simple Einsparmöglichkeit ist der Vergleich und ggf. Wechsel des Gasanbieters. Hierfür gibt es im Internet sogenannte Gasrechner; auch die bekannten Vergleichsportale wie z. B. CHECK24 oder Verivox bieten entsprechende Dienste an. Beim Vergleich solltest Du aber natürlich nicht nur auf den Preis achten, sondern Dir die gesamten Konditionen sehr genau ansehen, denn hier kann es große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern geben.

Übrigens kann es sogar reichen, dem bisherigen Anbieter einen Wechsel anzudrohen, um ihn zur Gewährung eines Treuerabatts zu motivieren. Entscheidest Du Dich doch für einen Wechsel, im Idealfall zu einem Anbieter von Ökogas, übernimmt der neue Anbieter sogar die Kündigung des alten Vertrags und sonstige Formalitäten.

Quelle: © marktcheck / youtube.com

Solarthermie ergänzen

Solarthermie ist eine vergleichsweise einfache und kostengünstige Technik, um Wasser zu erwärmen. Sie kann nicht nur zur reinen Warmwassererzeugung genutzt werden, sondern zudem die Gasheizung unterstützen. Für letzteres ist zwar eine größere Anlage mit mehr Kollektorfläche notwendig, die Anschaffung kann sich aber durchaus lohnen.

Denn gerade angesichts der Fördermöglichkeit durch das BAFA lohnt sich Solarthermie nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Für ein Einfamilienhaus muss man hier in der Regel Anschaffungskosten von 8.000 bis 10.000 Euro einkalkulieren.

Brauchwasser-Wärmepumpe ergänzen

Die Verwendung einer sogenannten Brauchwasser-Wärmepumpe ist eine weitere einfache Möglichkeit, eine vorhandene Gasheizung zwar nicht direkt zu unterstützen, aber doch zum Energiesparen zu nutzen. Eine solche Luft-Wärmepumpe gewinnt thermische Energie aus der Luft und überträgt sie auf eine Flüssigkeit; in diesem Fall wird also die Abwärme der Gasheizung genutzt, um ein Trinkwasserreservoir zu erhitzen, das dann beispielsweise zum Duschen verwendet werden kann.

So spart eine Brauchwasser-Wärmepumpe zwar keine Heizkosten ein, reduziert dafür aber die zur Warmwasserbereitung benötigte Energie. Eine solche Wärmepumpe ist normalerweise ohne größeren Aufwand zu installieren, da man sie über eine Steckdose betreiben kann. Ein Gerät für ein typisches Einfamilienhaus kostet etwa 3.000 bis 4.000 Euro.

Sonderform: Gastherme im Mehrfamilienhaus

Bild: Mehrfamilienhaus Gastherme Gasheizung
Im Mehrfamilienhaus werden gern Gasthermen eingesetzt | © evitaochel / pixabay CC0

Eine Sonderform der Gasheizung ist die Etagenheizung bzw. Gastherme. Im Gegensatz zur Zentralheizung, die normalerweise im Keller eines Wohngebäudes untergebracht ist, erzeugt sie die Energie direkt in der Wohnung. Aber wieso sollte ich mir den meist ohnehin schon knappen Wohnraum mit einer Therme zusätzlich „verbauen“?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die für eine Etagenheizung sprechen: Im Gegensatz zur Zentralheizung, bei der die Heizkosten auf alle Parteien im Haus gleichmäßig verteilt werden, zahlt man bei einer Etagenheizung nur für das Gas, was tatsächlich verheizt wurde. Außerdem entsteht ein geringerer Wärmeverlust, da das erwärmte Wasser bis zu den Heizkörpern einen viel geringeren Weg zurückzulegen hat. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die natürliche Abwärme des Geräts.

Zusätzlich erlaubt die Therme eine persönliche Steuerung und kann so auch, wieder im Gegensatz zur Zentralheizung, zu eher unüblichen Zeiten Wärme bereitstellen. Außerdem gibt es Kombigeräte, die nicht nur der Heizung dienen, sondern gleichzeitig noch das Trinkwasser erwärmen. Die Anschaffungskosten für eine Gastherme bzw. Etagenheizung variieren von etwa 5.000 bis 7.600 Euro, je nachdem, welche Art von Gerät gewählt wird und ob ein Gasanschluss bereits vorhanden ist. Zu den einmaligen Anschaffungskosten kommen die laufenden Kosten, wobei man nicht nur das Gas berücksichtigen muss, sondern auch die regelmäßige Wartung des Geräts und die Überprüfung der Anlage durch den Schornsteinfeger.

Umweltfreundliche Alternativen zur Gasheizung

Bild: Gasheizung Alternative Holzheizung
Gibt es umweltfreundliche Alternativen zur Gasheizung? | © jackmac34 / pixabay CC0

Ist der Einbau einer Gasheizung nicht gewünscht oder möglich, stellt sich die Frage nach Alternativen. Hier kommt prinzipiell alles in Frage außer einer Elektroheizung, da diese sich nicht für einen dauerhaften Einsatz, beispielsweise als Ersatz für eine Zentralheizung, eignet.

Ein mit Öl betriebener Brennwertkessel wäre eine Möglichkeit, jedoch ist auch Öl ein fossiler und endlicher Brennstoff, der noch dazu deutlich schmutziger verbrennt als Gas.

Daneben können prinzipiell auch Blockheizkraftwerke oder Brennstoffzellen zum Heizen verwendet werden. Diese lohnen sich allerdings nur für größere Gebäude wie zum Beispiel Hotels; für das Eigenheim sind sie keine wirkliche Alternative. Hier wäre also einer alltagstauglichen umweltfreundlichen Variante der Vorzug zu geben, im Idealfall einer Wärmepumpe, da diese nur einen Stromanschluss, aber keine weitere externe Energie benötigt.

Diese Lösung ist allerdings nur bei einem Haus mit moderner Dämmung sinnvoll, außerdem müssen die Rahmenbedingungen stimmen. So benötigen manche Wärmepumpen etwa viel Platz auf dem Grundstück und/oder könnten als Geräuschbelästigung empfunden werden; zudem können beispielsweise kommunale Auflagen eine Installation verhindern.

Muss ein Haus mit einem hohen Wärmebedarf beheizt werden und ist eine Dämmung keine Option, kann eine Holzheizung eine sinnvolle Alternative sein. Hierbei gibt es verschiedene Optionen, die sich im Platz- und Arbeitsbedarf unterscheiden: Hackschnitzel werden aus nicht verwertbaren Holzresten hergestellt. Sie sind günstig, benötigen jedoch auch viel Platz. Ebenfalls viel Platz benötigen Holzscheite, die für eine Holzvergaserheizung verwendet werden können.

Außerdem müssen sie manuell nachgefüllt werden; so kommt zum Platzbedarf noch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand hinzu. Hat man weder viel Platz noch viel Zeit, lohnt sich die Anschaffung einer Pelletheizung. Holzpellets werden aus Sägemehl und Holzabfällen hergestellt. Sie benötigen weniger Platz und sind unkomplizierter einzusetzen als die anderen Brennstoffe.

Alternative zur Gasheizung Besonderheiten
Wärmepumpe (Luft, Wasser oder Geothermie) Für gut gedämmte Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf
Sehr niedrige Betriebskosten (Strom)
Biomasseheizung (Holzpellets, Hackschnitzel, Scheitholz) Für Gebäude mit höherem Wärmebedarf
Relativ günstige erneuerbare Energie, aber erhöhter Platzbedarf

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