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Inhaltsverzeichnis

Ein paar Fakten zur Elektroheizung

Bild: Arten Elektroheizung
Funktion der Elektroheizung | © xegxef / pixabay CC0

Eine Elektroheizung ist ein System, das zur Erzeugung von Wärme elektrischen Strom benötigt. Die Wärme wird dabei meist über Heizdrähte oder Spiralen direkt in den Heizkörpern gewonnen.

Ein elektrisch leitendes Material wird in der Elektroheizung erhitzt, wenn es von Strom durchflossen wird. Die erzeugte Wärme wird bei einer Direktheizung unmittelbar an die Raumluft abgegeben. Ein zentrales, wasserführendes Wärmeverteilsystem erübrigt sich somit.

Die entstandene Wärme wird entweder direkt in den Raum abgegeben, an ein Speichermedium übertragen oder zur Warmwasserbereitung genutzt. Die Anschaffung einer Elektroheizung ist günstig, die Montage meist einfach und ohne Handwerker durchführbar. Die Umweltbilanz und Betriebskosten fallen dagegen eher negativ aus, da die Elektroheizung ihre Wärme durch Strom erzeugt, welcher ungemein teurer (etwa 300 Prozent) als herkömmliche Brennstoffe ist.

Elektroheizungen - gestern, heute, morgen

Bild: Elektroheizung lohnt sich das
Wenn Elektroheizung, dann wenigstens mit Ökostrom | © distel2610 / pixabay CC0

Bei allen Varianten der Elektroheizung sind die Energiekosten heute in der Regel weitaus höher als bei anderen Heizungen. Das war aber nicht immer so. Die Geschichte der Elektroheizung beginnt in der Nachkriegszeit. In den 1950er- und 1960er-Jahren war Strom als Energiequelle für die Heizung sehr beliebt, weil er als saubere Alternatrive zu fossilen Brennstoffen galt.

Die Nachtspeicherheizung war eine gern genutzte Lösung, da die Ausstattung der Häuser mit diesen Heizungen preiswert war und Strom nachts sehr viel günstiger war. Entsprechend ist sie immer noch in vielen Bestandsbauten vorhanden, wird heutzutage jedoch kaum noch neu eingebaut, da der günstige Nachtstrom von immer mehr Stromanbietern aus dem Angebot genommen wird.

Mitte des 20. Jahrhunderts jedoch galt das Heizen mit Strom noch als wegweisend; speziell da man große Hoffnungen in die aufkommende Atomenergie setzte. Dies änderte sich allerdings ab den 1970er-Jahren: Die Ölkrise 1973 lies die Energiekosten insgesamt steigen und mit Öl oder Gas betriebene Zentralheizungen erwiesen sich als wirtschaftlichere Alternative zur Nachtspeichertechnik. Gleichzeitig verlor auch die Kernenergie nach und nach ihr positives Image.

Ein weiteres Problem war, dass Nachtspeicherheizungen häufig gesundheitsschädlichen Asbest enthielten. Dieser wurde 1993 als Werkstoff verboten, weshalb die Bundesregierung im Jahr 2009 festlegte, dass ab 2019 keine Nachtspeicherheizungen mehr in den Betrieb genommen werden dürfen. Drei Jahre später wurde diese Bestimmung auf Drängen der Energieversorger wieder gekippt, ein Umdenken findet aber allmählich trotzdem statt. Die alten Nachtspeicherheizungen werden nach und nach durch neue, effizientere Heizungen ersetzt.

In Zukunft geht der Trend vermehrt in Richtung der erneuerbaren Energien. Das Heizen mit (ökologisch erzeugtem) Strom dürfte hier nur eine Nischenposition einnehmen, etwa in einzelnen, wenig genutzten Räumen. Als zentrale Lösung hingegen eignen sich Elektroheizungen nicht. Hier ist davon auszugehen, dass in erster Linie auf Wärmepumpen zurückgegriffen wird, bei höherem Wärmebedarf auch auf Holzheizungen.

Die verschiedenen Bauarten

Elektroheizungen lassen sich in zwei Arten aufteilen. Zum einen gibt es Direktheizungen, wie die Infrarotheizungen, welche die Räume erwärmen, wenn sie eingeschaltet werden. Andererseits gibt es die sogenannten Speicherheizungen, bei denen die Wärme in einem Speichermedium gesammelt und über einen längeren Zeitraum abgegeben wird. Das prominenteste Beispiel sind die Nachtspeicherheizungen.

In der Nachtspeicherheizung wird die Wärme gespeichert. Dieser Speicher gibt die Wärme über einen längeren Zeitraum (tags) an die Umgebung ab, was der wesentliche Unterschied zu einer „normalen“ Elektroheizung ist. Das Speichermedium kann Wasser, Paraffin oder Magnesit sein. Hier wird der günstige nächtliche Stromtarif genutzt, um das Speichermedium zu erhitzen und die Wärme am folgenden Tag reguliert abzugeben.

Wichtig ist, dass die gespeicherte Wärme für den ganzen Tag reicht. Bei einer falschen Kalkulation können die Kosten so schnell steigen. Neben der günstigen Anschaffung haben Nachtspeicherheizungen weitere Vorteile und Nachteile. So sind sie relativ ausfallsicher und können nicht einfrieren oder durch einen Defekt am Brenner ausfallen. Im Gegenzug enthalten gerade ältere Speicherheizungen Asbest.

Dies wurde früher eingesetzt, um das Gehäuse so gut wie möglich gegen die im Innern erzeugte Wärme abzuschirmen. Ältere Nachtspeicher sollten allein wegen des Asbests dringend ausgetauscht werden, hierzu sollte ein entsprechender Fachbetrieb herangezogen werden, um den Tausch vorzunehmen. Dieser kann auch durch eine Überprüfung der Nummern erkennen, ob es sich um einen belasteten Speicher handelt.

Elektroheizungen sind im Allgemeinen nicht als Zentralheizung gedacht, richtig eingesetzt gibt es jedoch einige sinnvolle Anwendungsgebiete. Die meisten Elektroheizungen sind einfach zu installieren und zu bedienen, es genügt also, den Stecker einzustecken. Mit einer Elektroheizung lässt sich sehr bedarfsgerecht heizen, denn sie produziert nur Wärme, wenn sie eingeschaltet wird. Als Übergangs- oder Zusatzlösung ist die Elektroheizung eine gute, günstige Lösung.

Direktheizung Speicherheizung Warmwasserbereitung
Heizlüfter Flächenspeicherheizung Durchlauferhitzer
Infrarotheizung Nachtspeicherheizung Kleindurchlauferhitzer
Radiator Natursteinheizung Speicher & Boiler
Konvektor    
Fußbodenheizung    

Tipp: Elektroheizung kaufen?

Bild: Kosten Wirtschaftlichkeit
Lohnt sich eine Elektroheizung? | © 089photoshootings / pixabay CC0

Ob sich die Anschaffung einer Elektroheizung lohnt, hängt auch eng mit dem Nutzungszweck zusammen. Hier gibt es keine pauschale Antwort, die Entscheidung sollte immer vom Einzelfall abhängig gemacht werden.

Für ein Gästezimmer, einen Hobbyraum oder einzelne Räume, zum Beispiel in Ferienhäusern, ist die Verwendung einer Elektroheizung von Vorteil. Es müssen keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden, zudem ist der Platzbedarf gering.

Auch die Montage ist sehr einfach und kostengünstig. Selten genutzte Räume lassen sich so wirtschaftlich beheizen. Außerdem sind Elektroheizungen mobil in der Anwendung, für ihren Betrieb wird nur eine herkömmliche Steckdose benötigt. Kleine Räume lassen sich so schnell auf eine angenehme Temperatur bringen. Zentraler Kostenpunkt bleibt bei allen Elektroheizungen aber immer der Stromverbrauch.

Zusätzlich haben sie durch den extrem hohen Stromverbrauch eine schlechte CO2-Bilanz, wenn sie nicht mit Ökostrom betrieben werden. Wenn Du also nur eine Übergangslösung oder eine zusätzliche Möglichkeit für das Heizen von Räumen suchst, ist die Elektroheizung eine gute Option - andernfalls ist jede andere Heizung besser geeignet.

Infrarotheizung - die bessere Elektroheizung?

Die Einsatzmöglichkeiten einer Infrarotheizung sind vielfältig und sie werden in den verschiedensten Varianten produziert. Ein wichtiger Aspekt der Infrarotheizung ist die Wärme, die sie abgibt. Das Grundprinzip dieser Heizung ist die Abgabe von Wärmestrahlung, die direkt auf Gegenstände und die Raumhülle selbst wirkt. Diese geben dann ihre Wärme nach und nach an die Raumluft ab und erwärmen diese. In gewerblicher Nutzung, zum Beispiel zum Beheizen von Hallen oder zur Bautrocknung, finden sich Infrarotheizungen deutlich häufiger als im privaten Gebrauch.

In Privathäusern bzw. Wohnungen findet man die Infrarotheizung oft als Accessoire oder zuschaltbare Wärmequelle in einzelnen Räumen vor. Viele Hersteller werben damit, dass eine Infrarotheizung Unmengen von Heizkosten einspart. Hier solltest Du Dich auf deinen gesunden Menschenverstand verlassen und ggf. mal selbst nachrechnen. Es stimmt schon, dass Infrarotheizungen etwas weniger Energie benötigen als herkömmliche Elektroheizungen, aber das macht sie noch lange nicht zur Universallösung.

Nachteile sind auch hier die Stromkosten und die Umweltbilanz. In selten genutzten Räumlichkeiten wie Ferienwohnungen oder einem Hobbyraum im Keller lohnt sich die Anschaffung einer Infrarotheizung. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ist die Infrarotheizung aber nicht als alleiniges Heizsystem, vergleichbar mit einer Öl- oder Gasheizung, zugelassen. Zudem gibt es für die Anschaffung von Infrarotheizungen keine staatliche Förderung.

Übliche Kosten für eine Elektroheizung

Bild: Alternative Wärmepumpe
Statt einer Elektroheizung besser eine Wärmepumpe nutzen | © analogicus / pixabay CC0

Je nachdem für welche Elektroheizung man sich entscheidet, fallen die Kosten hier unterschiedlich aus. Den geringen Anschaffungs- und Installationskosten stehen in jedem Fall die hohen Verbrauchskosten gegenüber.

Strom ist deutlich teurer als andere Brennstoffe bzw. Heizmittel. Die Anschaffungskosten zum Beispiel einer Infrarotheizung belaufen sich auf 6.000 Euro und die Betriebskosten pro Jahr auf ca. 1.650 Euro.

Im direkten Vergleich werden die Unterschiede deutlich. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet mit 15.000 Euro zwar erheblich mehr, ihre laufenden Kosten betragen mit nur rund 530 Euro jährlich allerdings nur ein Drittel. Auch Öl- und Gasheizungen sind mit rund 600 Euro jährlich immer noch ein ganzes Stück günstiger im Betrieb.

Heizung Anschaffungskosten Jährliche Betriebskosten Kosten nach 15 Jahren
Infrarotheizung 6.000 € 1.680 € 37.200 €
Ölheizung mit Tank + Solar-Heizungsunterstützung + Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 32.500 € 590 € 35.500 €
Gasheizung mit Anschluss + Solar-Heizungsunterstützung + Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 31.000 € 550 € 33.300 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 15.000 € 530 € 24.900 €

Wenn sie richtig eingesetzt wird, kann eine Elektroheizung aber trotzdem zu deutlichen Einsparungen beitragen. Gerade wenn wenig geheizt wird und ein guter Dämmstandard des Hauses gewährleistet ist, kann sich eine Elektroheizung lohnen.

Sinnvolle Größe für eine Elektroheizung

Damit die Heizkosten nicht unnötig steigen, sollte die Größe einer Elektroheizung präzise geplant werden. Während eine Nachtspeicherheizung oder eine normale Konvektor-Elektroheizung die Wärme nicht anders als eine Ölheizung verteilt, ist dies bei der Infrarotheizung, die mit Strahlung arbeitet, nicht so. Bei dieser ist es sinnvoll, mehrere kleinere Anlagen zu installieren, um die Wärme optimal zu verteilen.

Nachfolgend die Größenberechnung einer Infrarotheizung für einen Raum von 25 m² Größe. In einem sehr gut gedämmten Neubau kann man hier eine notwendige Heizleistung von 50 W pro m² veranschlagen. Andernfalls solltest Du mit 100 W rechnen.

25 m² Wohnfläche 50 W pro m²
Benötigte Heizleistung 1.2 kW (z. B. 2x 500 W + 1x 200 W)
Jährliche Heizdauer 1.440 Stunden (180 Tage)
Jährliche Heizleistung 1.728 kWh
Preise Elektroheizung 900 - 1.200 € (300 - 400 € pro Heizkörper)
Jährliche Heizkosten Ca. 400 €

Alte Elektroheizung ersetzen

Bild: Austausch Elektroheizung
Schnell die Elektroheizung durch erneuerbare Energie ersetzen! | © 12019 / pixabay CC0

Elektroheizungen sind im Betrieb um ein Vielfaches teurer als andere Heizungen, zudem hat das Heizen mit Strom in den meisten Fällen eine katastrophale Ökobilanz. Wenn in Deinem Haus eine Elektroheizung verbaut ist, dürfte es sich daher lohnen, über einen Wechsel auf eine andere Technologie nachzudenken.

In vielen Gebäuden gibt es noch heute die alten Nachtspeicherheizungen. Früher waren diese sehr beliebt, weil es günstige Tarife für Nachtstrom gab. Heutzutage kostet Strom aber in der Regel rund um die Uhr das gleiche.

Nachtspeicherheizungen sind daher heute eine der teuersten Heiztechniken und sollten deshalb ersetzt werden. Die geringsten Ersparnisse erzielst Du, wenn Du auf eine andere Elektroheizung umsteigst. Da weiterhin mit Strom geheizt wird, bleiben die Heizkosten auf einem hohen Niveau. Dieser Wechsel ist also nicht empfehlenswert. Stattdessen lohnt es sich in den meisten Fällen generell, eine alte Elektroheizung durch eine andere Lösung zu ersetzen. Wie hoch die Ersparnisse sind, die durch den Ersatz am Ende erzielt werden können, hängt davon ab, durch welches System die Elektroheizung ersetzt werden soll.

Ökologisch ideal ist immer eine Heizung, die erneuerbare Wärme nutzt. Hier lohnt sich die Anschaffung jedoch nur für Gebäude, bei denen der Wärmebedarf aufgrund ausreichender Dämmung nicht zu hoch ist. Ist eine gute Dämmung nicht vorhanden, wird die Elektroheizung am besten durch eine Gasheizung oder Ölheizung ersetzt. Hierbei hängen die neuen Kosten von vielen Faktoren ab. Die durchschnittlichen Kosten einer Gasheizung belaufen sich auf 6.000 bis 9.000 Euro, eine Ölheizung liegt im selben Bereich.

Beachtet werden sollte, dass Heizungen, die nicht mit Strom heizen, für gewöhnlich Zentralheizungen sind und entsprechend ein Wärmeverteilsystem (in der Regel Heizkörper oder eine Flächenheizung, beispielsweise eine Fußbodenheizung) benötigen, das weitere Kosten verursacht. Diese Erneuerung kann durch durch das BAFA als sogenannte Umfeldmaßnahme mitgefördert werden, wenn die alte Heizung ausgetauscht wird. Hier kann man beim Umstieg auf eine Heizung, die teilweise oder ganz auf erneuerbare Energien setzt, einen Zuschuss von bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten.

Förderung für eine Elektroheizung

Es gibt keine Förderungen für Elektroheizungen in Deutschland. Soll jedoch eine Elektroheizung, zum Beispiel eine Nachtspeicherheizung, durch eine moderne Gas-Hybridheizung, eine Holzheizung oder eine Wärmepumpe ersetzt werden, kann man Fördermittel beim BAFA beantragen.

Im Neubau sind theoretisch außerdem Szenarien denkbar, bei denen eine Elektroheizung ein sehr energieeffizientes, gut gedämmtes Gebäude mit Wärme versorgt. Hier könnte dann die Neubau-Förderung der KfW (auch) für den Einbau einer Elektroheizung genutzt werden. Auch hier wäre aber sicherlich in den allermeisten Fällen eine Wärmepumpe lukrativer.

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