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Inhaltsverzeichnis

Einige Fakten zum Fenster

Wenn man sich mit dem Thema Fenster beschäftigt, wird man feststellen, dass Fenster heutzutage sehr viel mehr sind als transparente Glasscheiben. Als dünner und damit schwacher Teil der Gebäudehülle müssen sie anspruchsvolleren Prüfkriterien standhalten als die Wände und Türen eines Hauses. Um große Wärmeverluste über die Fenster zu verhindern, haben Ingenieure den Standard in den letzten 30 Jahren von einfachen Glasscheiben in Holzrahmen zu Isolierverglasung in hochkomplexen Mehrkammer-Rahmen gewandelt.

So isolieren heutige Fenster bisweilen sogar besser als alte, schlecht oder nicht gedämmte Hauswände. Der effektive Grad der Isolierung zeigt sich im sogenannten U-Wert, dem Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieser bezeichnet, wie viel Wärme innerhalb einer Sekunde durch ein Bauteil fließt. In der Einheit des U-Wertes (Watt / (Quadratmeter * Kelvin)) kommt keine Zeiteinheit mehr vor, da sie in der Berechnung weggekürzt wird. Je niedriger der U-Wert bzw. Wärmedurchgangskoeffizient ist, desto besser ist die Wärmeisolierung, das heißt desto weniger Wärme geht durch die Wand / das Fenster verloren. Typische U-Werte für verschiedene Baustoffe sind:

  • Betonwand: 3,0 - 3,5
  • WDVS-gedämmte Außenwand: 0,22 - 0,35
  • Einfach verglaste Fenster: 6,0
  • Alte 2-fach verglaste Fenster: 2,8
  • Moderne 2-fach verglaste Fenster: < 1,3
  • 3-fach verglaste Fenster: < 0,95
  • Passivhaus-Fenster: < 0,8

Fenster in modernen Gebäudehüllen

Bild: moderne Fenster
Design-Experiment: Moderne Fensterfront | © Free-Photos / pixabay CC0

Während Fenster noch bis vor einigen Jahrzehnten eine notwendige Schwachstelle der Gebäudehülle darstellten, die bei argen Minusgraden mit Decken, Styroporplatten und Stroh notdürftig isoliert wurden, sieht das in modernen Häusern anders aus.

Die moderne Gebäudehülle samt Fassadendämmung ist ein mehr oder minder luftdichtes Konstrukt ohne (oder mit sehr wenigen) Wärmebrücken. Auch die Fenster stellen da keine Ausnahme dar. Dreifach verglaste Fenster isolieren weitaus besser gegen die Kälte, als es selbst dicke Wände vermögen.

Dass die Gebäudehülle mehr oder minder luftdicht ist, ist so gewollt und schadet dem Menschen dabei keineswegs, solange eine Lüftungsanlage vorhanden ist oder regelmäßig gelüftet wird. So findet ein gezielter Luftaustausch statt, der allemal besser ist als ein ständiger Windzug durch verschiedenste Ecken eines alten Gebäudes. Zwar sind die Fenster auch in der modernen Gebäudehülle der energetisch schwächste Part, was darin begründet liegt, dass die restliche Gebäudehülle immer besser isoliert ist.

Allerdings ist dies ein wünschenswerter Zustand, denn so ist das Fenster trotz der guten Isolation der kälteste Punkt im Zimmer. So kondensiert Luftfeuchtigkeit, wenn überhaupt, an den Scheiben und nicht an den umliegenden Wänden. Eine moderne Gebäudehülle mit guten Fenstern ist die Grundlage für die Nutzung ebenso moderner Heizungen. Besonders Wärmepumpen können ihre Stärken besonders gut ausspielen, wenn es im Haus möglichst wenig Wärmeverluste gibt und großflächige Heizkörper oder ein Flächenheizsystem (z. B. Fußbodenheizung) vorhanden sind.

Quelle: © Zimmerei Ehrath / youtube.com

Fensterarten im Vergleich

Da die technischen Spezifika eines Fensters mehr oder minder an jede optische Ausführung angepasst werden können, ist die Wahl der Fenster grundsätzlich eine rein persönliche. In einigen Gegenden müssen Bebauungspläne beachtet werden. Davon einmal abgesehen hindert einen nichts daran, die bevorzugten Fenster zu wählen.

Rein technisch sind bestimmte Fenster in bestimmten Räumen zu bevorzugen. Der Einbau eines Dachfensters ergibt nur an einer Dachschräge Sinn und Kellerfenster müssen im Normalfall eher einbruchsicher als ästhetisch ansprechend sein.

Fensterart Einsatzort / Beschreibung
Dachfenster Dachschrägen, Giebel oder Gauben
Dänische Fenster Fassade, Sprossenfenster
Dreiecksfenster Giebel und Gauben
Erkerfenster Fassade, kleinere Fenster
Gaubenfenster Senkrechte Dachfenster
Kastenfenster Fassade, Doppelfenster innen und außen
Kellerfenster Keller, häufig Lochblech
Lamellenfenster Besonders in hohen Stockwerken, schmale einzeln öffenbare Lamellen
Schiebefenster Überall, horizontal oder vertikal verschiebbar
Rundbogenfenster Fassade, Rundbogen am oberen Rand
Panoramafenster Fassade, besonders groß
Schwingfenster Fassade oder Dach, befestigt an zentralen Scharnieren
Sprossenfenster Fassade, unterteilte Scheiben

Der richtige Rahmen für Dein Fenster

Für welches Rahmenmaterial Du Dich letztlich entscheidest, ist vor allem eine ästhetische Wahl. Mit der aktuellen Technologie sind moderne Fenster unabhängig vom Material allesamt gleich effizient. Ob Du eine Zweifach- oder Dreifachverglasung also lieber in Holz, Kunststoff oder Aluminium eingelassen haben möchtest, steht Dir frei. Einzig die drastisch unterschiedlichen Preise solltest Du beachten, wenn Du Deine Wahl trifft. Kunststoff-Fenster sind meistens die günstigste Wahl, Aluminium und Holz die teureren Optionen.

Abseits davon haben die verschiedenen Materialien einige Unterschiede in der benötigten Pflege. Während Holzrahmen relativ viel Pflegebedarf haben, sind sie bei Beschädigung leichter zu reparieren als Kunststoffrahmen, die wiederum sehr wenig Pflege bedürfen. Die teuren Aluminiumrahmen sind die mit Abstand widerstandsfähigsten und überdauern die Jahrzehnte mehr oder weniger ohne Spuren. Allerdings kommen sie in Wohngebäuden kaum noch zum Einsatz, da nur besonders teure Rahmen mit eingelassener Dämmung die Anforderungen erfüllen.

Rahmenmaterial Vorteile Nachteile
Kunststoff Günstig, witterungsbeständig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Optik, hitzeanfällig, nicht zu reparieren
Holz Optik, gute Ökobilanz, leicht zu reparieren Schwer, teuer, pflegeintensiv, witterungsanfällig
Aluminium Extrem stabil, widerstandsfähig, witterungsbeständig Teuer, schlechte Wärmedämmung, temperaturanfällig
Aluminium-Holz Optik, ideale Eigenschaften in Bezug auf Komfort, Sicherheit und Dämmung Mit Abstand höchster Preis

Die richtige Verglasung (2-fach oder 3-fach?)

Bild: Verglasung Kosten Fenster
Wichtig: Die richtigen Fenster, passend zum Gebäude | © Tama66 / pixabay CC0

Der Unterschied zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung ist, neben der zusätzlichen Glasdicke, vor allem die verbesserte Wärmeisolation bei höherem Preis. Der Preisunterschied ist heutzutage aber kaum noch vorhanden und wird spätestens durch die eingesparten Heizkosten schnell ausgeglichen. Allerdings ist eine Dreifachverglasung nicht in jedem Fall sinnvoll.

Wenn Du neu baust, dann empfiehlt es sich eigentlich immer, die bestmögliche Isolierung zu wählen, auch bei den Fenstern. Moderne Baustandards sorgen dafür, dass selbst die besten Fenster der thermisch schwächste Punkt der Gebäudehülle bleiben.

Was im ersten Moment nicht besonders positiv klingt, ist tatsächlich sehr wichtig: Kondenswasser sammelt sich immer an der kältesten Stelle eines Raumes. Wenn diese Stelle eine Glasscheibe ist, lässt sich die Feuchtigkeit einfach entfernen. Sammelt sie sich hingegen an der Wand, zieht sie in den Stein und fördert die Schimmelbildung. Aus diesem Grund solltest Du in Altbauten gut aufpassen, welche Fenster Du einbaust. Hier ist tatsächlich die Gefahr gegeben, dass dreifach verglaste Fenster besser isolieren als die Wände, wodurch ein Schimmelherd entsteht.

Gebäudetyp Passende Fenster
Neubau Bestmögliche Isolierung (3-fach Verglasung, im Idealfall mit Krypton-Füllung)
Altbau (Baujahr ab 1978 / nachträglich gedämmt) 3-fach Verglasung
Altbau (Baujahr vor 1978 / ungedämmt) 2-fach Verglasung
Wichtig: Die Fenster dürfen nicht besser isolieren als die Wände!

Unterschiede zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung

Die faktische Unterschied zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung ist geringer, als man im ersten Moment denken mag. Moderne Zweifach verglaste Fenster haben einen U-Wert von höchstens 1,3, der U-Wert bei dreifach verglasten Fenstern liegt bei höchstens 0,95.

Das bedeutet, dass die Verbesserung der Wärmeisolierung nur bei rund 30 Prozent liegt. Betrachtet man die nicht unbedingt geringen Kosten, die Fenster eines Hauses auszutauschen, lohnt sich der Wechsel von moderner Zweifachverglasung zu Dreifachverglasung nicht. Alte zweifach verglaste Fenster allerdings haben einen U-Wert von etwa 2,8 - wenn Deine Fenster also bereits 30 Jahre alt und nicht mehr gängig sind oder ziehen, lohnt sich ein Austausch. Je nach Isolierung kannst Du entweder auf eine Drefachverglasung oder moderne zweifach verglaste Fenster wechseln.

Zum Vergleich: Einfach verglaste Fenster haben einen U-Wert im Bereich von 5,0 bis 6,0. Entsprechend ist hier das Upgrade auf Zweifachverglasung deutlich lohnender (> 75 Prozent Einsparung). Was bedeutet das in der Kurzform: Im Neubau solltest Du immer die beste Variante, also Dreifachverglasung wählen. Im Altbau lohnt sich das Upgrade von einfacher Verglasung eigentlich immer - ob auf Zweifach- oder Dreifachverglasung hängt von der restlichen Isolierung ab. Ein Upgrade von Zweifachverglasung auf Dreifachverglasung lohnt sich aus finanzieller Sicht nur bei alten Fenstern.

Fensterverglasung U-Wert
1-fach (Glasscheibe) ~ 5,5 W / m² * K
2-fach (Isolierglas) ~ 2,8 W / m² * K
2-fach (Argon-Füllung) ~ 1,3 W / m² * K
3-fach (Argon-Füllung) ~ 0,95 W / m² * K

Mit speziellen Rahmen und spezieller Dreifachverglasung sind auch U-Werte von 0,8 möglich. Diese findet man bei Passivhaus-Fenstern.

Mit Licht heizen?

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass bei der Nutzung einfach verglaster Fenster die Sonne die Wohnräume heizt, ohne dass man etwas dafür tun muss. Sich aus diesem Grund für schlechter isolierte Fenster zu entscheiden, ist aber eine denkbar schlechte Wahl. Der eine Trugschluss liegt darin, dass davon ausgegangen wird, dass die Sonnenstrahlen die Raumluft erwärmen. Der andere liegt darin, dass die Isolation der Fenster etwas mit der Wirkung der Sonnenstrahlen zu tun hat. Ein Sonnenstrahl ist an sich nicht warm und transportiert auch keine thermische Energie.

Stattdessen besteht er aus Photonen, also Lichtenergie. Dass uns ein Sonnenstrahl warm vorkommt, liegt daran, dass unsere Haut nicht die gesamten Photonen reflektieren kann und daher einen Teil der Energie in sich aufnimmt und in Wärme umwandelt. Gleichermaßen funktioniert dies auch bei allen anderen Objekten. Je nachdem welche Oberflächenbeschaffenheit ein Objekt hat, reflektiert es mehr oder weniger Licht und wandelt entsprechend andere Prozentsätze des Lichts in Wärme um.

Eine perfekt reflektierende Oberfläche würde also nicht erwärmt werden, wenn Licht auf sie fällt. Da bei einer Verglasung vor allem auf thermische Isolierung Wert gelegt wird, hat sie kaum einen Einfluss auf die wärmende Wirkung der Sonne. Zwar ist eine dickere Dreifachverglasung etwas weniger lichtdurchlässig als eine dünnere Verglasung, dieser Unterschied liegt aber stets im einstelligen Prozentbereich.

Objekte hinter einer Dreifachverglasung werden sich also nahezu genauso aufwärmen wie hinter einer einfachen Verglasung. Diese Objekte können ihrerseits die gespeicherte Wärmeenergie an die Umgebung abgeben. Wenn durch diesen Umstand aber ein heizender Effekt erzielt werden soll, wird er mit besserer Isolierung eher besser als schlechter, da die Wärme nicht so schnell nach draußen entweichen kann.

Durch die isolierten Fenster kommt also minimal weniger Sonnenlicht ins Haus, das so nicht zur Wärme im Innern beigetragen werden kann. Dies wäre jedoch in erster Linie im Winter relevant, doch zu dieser Jahreszeit kommt ohnehin nur vergleichsweise wenig Sonnenlicht bei uns an. Die geringeren Wärmeverluste durch Isolierfenster überwiegen daher deutlich gegenüber, dem, durch sie minimal reduzierten, Wärmeertrag durch das Sonnenlicht.

Der richtige Sonnenschutz

Bild: Fenster Sonnenschutz
Sonnenschutz am Fenster gegen zu viel Hitze | © Free-Photos / pixabay CC0

Wie gerade festgestellt, wirkt die Isolierung des Glases nicht gegen das Licht der Sonne. Entsprechend ist es ratsam, zumindest an der Südseite des Hauses für einen entsprechend guten Sonnenschutz zu sorgen, damit sich das Gebäude im Sommer nicht zu stark aufheizt.

Hierfür stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung. Allgemein sind diejenigen zu bevorzugen, die auf der Außenseite des Gebäudes angebracht werden (beispielsweise Rollläden, Raffstores oder Klappläden), denn wir erinnern uns: Das Sonnenlicht heizt Objekte auf. Wenn sich der Sonnenschutz außerhalb der Fenster befindet, kann die Energie nicht ins Innere gelangen. Gerade wenn Du eine Klimaanlage nutzt, ist dies von besonderer Bedeutung. Je weniger die Klimaanlage laufen muss, desto weniger Stromkosten hast Du am Ende.

Aus diesem Grund sind außen angebrachte Rollläden wohl die mit Abstand sinnvollste Art des Sonnenschutzes. Innenliegender Sonnenschutz, wie Jalousien, Gardinen oder Plissees, kann den Wärmeeintrag nur bedingt reduzieren und dient eher zur Verdunklung. Für einen optimalen Mittelweg zwischen Lichteinfall und Sonnenschutz empfiehlt sich die Nutzung von Smart-Home-Systemen.

Übliche Kosten für neue Fenster

Die Kosten für ein oder mehrere neue Fenster können massiv variieren. Das liegt vor allem daran, dass ein Fenster sowohl ein einfaches Kellerfenster, genauso aber auch eine vollverglaste Fensterfront meinen kann. Teilt man die Kosten für ein Fenster auf, dann müssen drei Kostenfaktoren beachtet werden: Rahmen, Verglasung und Einbau.

Von einem eigenhändigen Einbau der Fenster sollte abgesehen werden, da es entscheidend ist, dass die Fenster perfekt in die Gebäudehülle eingepasst werden, um Wärmebrücken und Schimmel zu vermeiden. Das Glas selbst stellt den überschaubarsten und einfachst zu planenden Kostenfaktor dar. Je nach Art der Verglasung und der Isolierschicht (Luft oder Edelgas) variieren die Kosten pro Quadratmeter.

Der Kostenunterschied zwischen Zweifachverglasung und Dreifachverglasung beträgt etwa 5 bis 15 Prozent. Die Kosten für den Rahmen hängen auch von der Größe des Fensters ab. Für ein festverglastes Fenster mit einem Quadratmeter (1 mal 1 Meter) Größe beginnen die Kosten für einen Kunststoffrahmen bei um die 150 Euro. Andere Materialien sind da deutlich teurer, der Preisrahmen für ein gleichwertiges Holz-Aluminium-Fenster beginnt bei etwa 600 Euro. Andere Materialien befinden sich im Bereich dazwischen.

Zuletzt muss noch der Einbau berücksichtigt werden. Hier kannst Du je nach Komplexität um die 100 bis 300 Euro pro Fenster einkalkulieren. Einfache Fassaden oder Kellerfenster sind deutlich schneller und damit günstiger einzubauen als Dachfenster. Sofern Du also keine ausgefallenen Wünsche hast, kannst Du pro Fenster im Neubau mit ca. 500 Euro kalkulieren. Der Fenstertausch im Altbau ist noch einmal rund 10 bis 20 Prozent teurer, da die Entsorgung der alten Fenster bezahlt werden muss und ggf. Anarbeiten erfolgen müssen.

Fenster Gesamtkosten Drehkippfenster 1 x 1 m (inkl. Einbau)
Kunststofffenster Ab 400 €
Holzfenster Ab 550 €
Aluminiumfenster Ab 700 €
Holz-Aluminium-Fenster Ab 800 €

Förderung für neue Fenster

Bild: Fenster Förderung Fassade
Förderung für Fenster? Nur im Gesamtpaket | © 434436 / pixabay CC0

Wenn man ein Haus baut, dann ist es nicht möglich, sich die Fenster gesondert fördern zu lassen. Die sinnvollste Möglichkeit, die sich bietet, ist die Nutzung eines Kredits der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Diese stellt Bauherren den Kredit 153 in Höhe von bis zu 120.000 Euro zur Verfügung, wenn der Neubau den Effizienzhaus-Standard 55 oder besser erreicht. Der Kredit ist dabei nicht für die Fenster, sondern für den gesamten Bau gedacht. Bis zu 30.000 Euro, mindestens aber 18.000 Euro, beträgt der Tilgungszuschuss, wenn die Richtlinien der Energieeffizienz erreicht werden.

Förderprogramm Förderung Kombination möglich?
KfW-Kredit 153 für Neubau KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus Bis zu 120.000 Kredit; 15 - 25 % Tilgungszuschuss, also max. 30.000 € Ja, mit BAFA-Förderung
KfW-Zuschuss 431 für Baubegleitung 50 % der Kosten: Bis zu 4.000 Euro pro Vorhaben Ja, mit KfW 153

Förderung im Altbau

Wenn Du Fenster im Altbau austauschen lassen willst, kannst Du zwei verschiedene Programme der KfW nutzen. Zum einen ist dies der Kredit 151 zum energieeffizienten Sanieren. Dieser funktioniert ähnlich wie der Kredit 153 für Neubauten, sodass bestimmte Effizienzstandards eingehalten werden müssen, um den Tilgungszuschuss zu erhalten. Das lohnt sich seit dem 24.01.2020 in erhöhtem Maße, da seitdem bis zu 48.000 Euro Zuschuss möglich sind.

Alternativ ist es auch möglich, über den Kredit 152 bis zu 50.000 Euro für eine Einzelmaßnahme (in diesem Fall Fenster) zu erhalten. Der maximale Tilgungszuschuss beträgt hier 10.000 Euro. Sofern Du keinen Kredit aufnehmen möchtest, ist es ebenfalls möglich, über den Investitionszuschuss 430 der KfW bis zu 10.000 Euro für eine Einzelmaßnahme oder bis zu 48.000 Euro für eine Gesamtsanierung zu erhalten.

Förderprogramm Förderung Kombination möglich?
KfW-Kredit 151 für ganzheitliche Sanierung zum Effizienzhaus Bis zu 120.000 € Kredit; 25 - 40 % Tilgungszuschuss, also max. 48.000 € Nur mit KfW 431
KfW-Kredit 152 für Sanierung von einzelnen Gewerken Bis zu 50.000 € Kredit; 20 % Tilgungszuschuss, also max. 10.000 € Nur mit KfW 431
KfW-Zuschuss 430 für energetische Sanierung (Einzelmaßnahme) 20 % der förderfähigen Kosten (max. 50.000 €) als Zuschuss, also max. 10.000 € Nur mit KfW 431
KfW-Zuschuss 430 für energetische Sanierung (Komplettsanierung zum Effizienzhaus) 25 - 40 % der förderfähigen Kosten (max. 120.000 €) als Zuschuss, also max. 48.000 € Nur mit KfW 431
KfW-Zuschuss 431 für Baubegleitung 50 % der Kosten: Bis zu 4.000 € pro Vorhaben Ja, mit KfW 151/152, 430

Steuererstattung für neue Fenster

Energetische Maßnahmen wie auch die Erneuerung Deiner Fenster werden nicht nur von der KfW seit Januar 2020 in erhöhtem Maße bezuschusst. Auch die steuerliche Förderung ist erhöht worden. Inzwischen kannst Du 20 Prozent der bei 200.000 Euro gedeckelten förderfähigen Investitionskosten steuerlich geltend machen. Das sind immerhin 40.000 Euro, die Du über drei Jahre verteilt absetzen und damit einen Teil Deiner Kosten wieder herreinholen kannst.

Dafür muss die Sanierungsmaßnahme von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Dann kannst Du die beim Austausch Deiner Fenster angefallenen Kosten in der Einkommensteuererklärung angeben. Die Voraussetzung ist, dass die Maßnahme in einem Ein- oder Zweifamilienhaus durchgeführt wird, das auch von Dir bewohnt wird und mindestens zehn Jahre alt ist. Wichtig zu wissen ist, dass Du für dieselbe Maßnahme keine Steuererstattung bekommen kannst, wenn sie bereits von der KfW gefördert wurde. Eine Kombination beider Förderungen ist nicht möglich.

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