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Neue Holzheizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Bild: Tipps für Deine Heizung

Seit Anfang 2020 gelten neue Förderbedingungen für die Förderung von Heizungen und Gebäudehülle. Die Reform soll die Energiewende vorantreiben und zum Klimaschutz beitragen. Umfangreiche Veränderungen der Förderlandschaft machen allerdings ebenso umfangreiche Veränderungen auf unserer Seite nötig. Daher werden alle Abschnitte zu Förderung, Kosten und Wirtschaftlichkeit derzeit grundlegend überarbeitet und die angegebenen Zahlen sind nicht mehr aktuell. Bis die Überarbeitung abgeschlossen ist, gibt Dir unser Blogartikel zur Heizungsförderung ab 2020 einen ersten Überblick über das Thema.

Einige Fakten zur Verbrennung von Holz

Bild: Holzheizung Heizwert
Holzheizung - sehr effizient | © Stones / pixabay CC0

Heizen mit Holz kein neues Konzept - im Gegenteil: Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheitsgeschichte; es wird bereits seit rund 400.000 Jahren genutzt. Ende des 18. Jahrhunderts führte der große Bedarf in Mitteleuropa zu einer Holzknappheit.

Infolgedessen wurde der Brennstoff Holz im 19. und 20. Jahrhundert vielfach durch die fossilen Brennstoffe Gas und Öl ersetzt. Im Rahmen der Energiewende suchen wir heute nach “sauberen” Alternativen - dadurch wird die Holzheizung wieder zunehmend interessant, denn der Brennstoff Holz gilt, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, als klimaneutral:

Auch bei der Verbrennung von Holz wird Kohlendioxid frei - aber ausschließlich jenes, das die Bäume zuvor während ihres Wachstums aufgenommen und gespeichert hatten. Unterm Strich hat die Holzheizung also eine neutrale CO2-Bilanz. Außerdem hat Holz einen guten Heizwert, wobei dieser je nach genutzter Holzart und Trockenheit variiert - je trockener, desto besser. Im Idealfall lässt Du Holz etwa zwei Jahre lang trocknen, ehe Du es verbrennst. Dann sind, je nach Art, Heizwerte von 1.400 - 2.100 kWh pro Raummeter Brennstoff möglich.

Umgerechnet auf Heizöl heißt das, dass man mit einem Raummeter Holz 140 - 210 l Heizöl ersetzen kann. Nadelhölzer haben einen höheren Anteil von Harzen und Wachsen als Laubhölzer; dadurch ist, bezogen aufs Gewicht, ihr Heizwert höher. Laubhölzer hingegen haben eine höhere Dichte und dadurch bezogen aufs Volumen einen deutlich besseren Heizwert. Ein besonders gutes Verhältnis von Energiegehalt zu Volumen weisen harte Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Esche auf.

Eine Holzheizung hat noch einen weiteren Vorteil: Die fossilen Brennstoffe sind endlich - Holz hingegen ist eine wichtige Quelle erneuerbarer Energien, da es nachwächst. Mehr noch, es wächst in Deutschland derzeit deutlich mehr Holz nach, als abgebaut wird. So steht laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft einem jährlichen Zuwachs von 121 Millionen m³ ein Verbrauch von durchschnittlich 76 Millionen m³ gegenüber.

Heißt das, dass wir jetzt alle wieder mit Holz heizen sollten? So einfach ist die Sache leider nicht, denn auch wenn Holz nachwächst und rein rechnerisch CO2-neutral verbrennt, ist es weder unbegrenzt verfügbar noch bezogen auf die Emissionen völlig unproblematisch: Bei der Verbrennung von Holz wird nicht nur Kohlendioxid frei, sondern es entstehen zudem Feinstaub und andere Schadstoffe wie Ruß und Kohlenmonoxid. Aus Rücksicht auf Ressourcen, Luft und Nachbarschaft sollten Holzheizungen also nicht im Übermaß eingesetzt werden. Wenn die Bedingungen stimmen, kann eine Holzheizung aber trotzdem eine gute Lösung sein.

Viele Holzheizungen sind für den Neubau zu groß

Holzheizungen sind eine effiziente, umweltfreundliche Alternative zu anderen Heizungen. Im Neubau eignen sich viele Holzheizungen allerdings nur bedingt, da energieeffiziente Gebäude häufig deutlich weniger Wärme benötigen, als von vielen Holzheizungen erzeugt wird. Hinzu kommt ein hoher Platzbedarf, je nach Bauart.

Hackschnitzelheizungen sind im Neubau daher kaum sinnvoll einsetzbar. Auch eine Pelletheizung samt Pelletsilo nimmt häufig einen vollständigen Kellerraum ein. Ein Holzvergaser hingegen eignet sich gut für den Einsatz in energieeffizienten (Einfamilien-)Häusern. Hier wird jedoch viel Platz auf dem Grundstück für das Brennstofflager benötigt.

Quelle: © Walburg Wackernagel / youtube.com

Bauarten der Holzheizung

Alle Holzheizungen verbrennen Holz, um daraus Energie in Form von Wärme zu gewinnen. Holzheizung ist aber nicht gleich Holzheizung: Es gibt verschiedene Bauweisen mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Der grundlegende Unterschied liegt in der Form des Holzes: Eine Holzheizung kann man mit Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz betreiben, was jeweils unterschiedliche Vorteile und Nachteile hat und zu unterschiedlichen Kosten führt.

Holzheizung Einsatzbereich Vorteile Nachteile
Pelletheizung Gebäude mit hohem Wärmebedarf Günstige Wärme, nachhaltiger Brennstoff Teure Anschaffung, aufwändige Technik
Hackschnitzelheizung Hoher Wärmebedarf und viel Platz, um Hackschnitzel zu lagern Heizen ist günstiger als mit Pellets Hackschnitzel benötigen mehr Lagerraum
Scheitholzvergaser Ideal für Menschen, die eigenes Brennholz herstellen Günstigste Holzheizung Muss von Hand bestückt werden
Ofen mit Wassertasche Als Ergänzung zur Zentralheizung Spart Heizkosten Ist keine vollwertige Heizung

Pelletheizung

Bild: Holzheizung Holzpellets
Holzpellets als Brennstoff | © moses / pixabay CC0

Die Pelletheizung ist eine unkomplizierte Holzheizung, die vollautomatisch funktioniert. Ihr Brennstoff (Holzpellets sind zu kleinen, zylinderförmigen Teilchen zusammengepresste Holzreste) braucht in der Lagerung, verglichen mit den anderen Bauarten der Holzheizung, wenig Platz.

Sie eignet sich insbesondere für Gebäude mit einem höheren Wärmebedarf und zeichnet sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad aus. Allerdings sind die Anschaffungskosten für eine Pelletheizung recht hoch - was aber, durch eine großzügige staatliche Förderung, wieder ein Stück weit kompensiert wird.

Hackschnitzelheizung

Bild: Holzheizung Hackschnitzel
Hackschnitzel sind sehr leistungsstark | © samfabersf / pixabay CC0

Eine Hackschnitzelheizung verbrennt unverarbeitete Holzreste, die nicht anders verwertet werden können (Hackschnitzel oder Hackgut genannt). Diese benötigen besonders viel Lagerplatz, sind dafür aber der preisgünstigste Brennstoff für eine Holzheizung - und sie sind außerordentlich leistungsstark.

Die Hackschnitzelheizung hat die höchsten Anschaffungskosten aller Holzheizungen. Sie eignet sich besonders für größere, wärmehungrige Gebäude, da sie eine konstant hohe Leistung bringt.

Scheitholzvergaser

Bild: Holzheizung Scheitholz
Scheitholz braucht viel Platz | © Hans / pixabay CC0

Der Scheitholzvergaser unterscheidet sich in seiner Funktionsweise von den anderen Holzheizungen, indem er das Holz nicht direkt verbrennt, sondern es erst “vergast”: Er arbeitet mit einer zweigeteilten Brennkammer. Die Holzscheite werden in der ersten Kammer getrocknet und stark erhitzt, bis sie Gase freisetzen.

Diese Gase werden in der zweiten Kammer verbrannt. Ein Holzvergaser ist eine in der Anschaffung und im Betrieb kostengünstige Holzheizung - dafür muss das Holz manuell nachgefüllt werden. Deshalb eignet sich diese Heizung vor allem für kleinere oder energieeffiziente Gebäude, weil sonst der Arbeitsaufwand zu groß wäre.

Holz- oder Pelletofen mit Wassertasche

Neben den großen Holzheizungen, die den Wärmebedarf eines Hauses allein decken können, gibt es noch einen Sonderfall: Ein wasserführender Kamin ist als Zentralheizung nicht geeignet, da er allein nicht genug Leistung liefern kann. Er kann aber eine sinnvolle Unterstützung für ein anderes Heizsystem sein.

Ein wasserführender Kamin ist mit Wassertaschen ausgestattet, die im Betrieb automatisch mit erhitzt werden. Das Wasser kann direkt in den Heizkreislauf des Hauses eingespeist werden und so effizient die Heizung unterstützen. Dies lohnt sich insbesondere bei einer Lösung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe bei geringen Außentemperaturen.

Ein Ofen mit Wassertaschen kann dafür sorgen, dass der elektrische Heizstab nicht benötigt wird. So kann ein Holz- oder Pelletofen mit Wassertasche zu niedrigen Heizkosten und CO2-Emissionen beitragen. Aus diesem Grund wird sein Einbau vom BAFA mit mindestens 2.000 € bezuschusst.

Kosten für eine Holzheizung

Bild: Holzheizung Kosten
Kosten einer Holzheizung | © 127071 / pixabay CC0

Die Kosten der einzelnen Holzheizungen setzen sich jeweils aus mehreren Komponenten zusammen: Die Anschaffungskosten liegen bei Pelletheizungen und Hackschnitzelheizungen im oberen Bereich, da viele Bauteile benötigt werden. Hinzu kommen der Einbau des Geräts sowie die laufenden Kosten.

In der Anschaffung ist die Hackschnitzelheizung besonders teuer, dafür hat sie durch den günstigen Brennstoff die niedrigsten laufenden Kosten. Die Pelletheizung liegt bei den Anschaffungskosten im Mittelfeld, ihr Brennstoff ist am teuersten - dafür aber am effizientesten und am bequemsten in der Handhabung.

Ein Scheitholzvergaser ist besonders arbeitsintensiv, dafür sind hier die Anschaffungskosten deutlich geringer und Scheitholz ist preiswert. In der folgenden Tabelle findest Du die Kosten für Anschaffung und Montage der verschiedenen Holzheizungen in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus im Überblick:

Komponente Kosten Pelletheizung Kosten Hackschnitzelheizung Kosten Scheitholzvergaser
Heizkessel / 10.000 -13.000 € 5.500 - 8.000 €
Brennstofflager 1.000 - 3.000 € 1.500 - 4.000 € /
Förderanlage 1.500 - 3.000 € 1.500 - 3.000 € /
Pufferspeicher 1.500 - 3.500 € 1.500 - 3.500 € 1.500 - 3.500 €
Abgasanlage (Brennwerttechnik) 1.000 - 1.500 € 1.000 - 1.500 € 1.000 - 1.500 €
Montage 1.000 - 2.500 € 1.000 - 2.500 € 500 - 2.000 €
Förderung 3.500 € 3.500 € 2.000 €
Gesamtkosten Ca. 20.000 € Ca. 25.000 € Ca. 10.000 €

Anschaffung

Eine Holzheizung ist ein komplexes System von Bauteilen, die nur im Zusammenspiel ihre effiziente Wirkung entfalten. Je nach Bauart werden ein Heizkessel und/oder ein Brennstofflager sowie ein Transportsystem benötigt. Alle Holzheizungen brauchen zudem, abgesehen von einer Abgasanlage mit Brennwerttechnik, einen Pufferspeicher: Hierbei handelt es sich im Grunde um einen großen, isolierten Wasserkessel.

Das Wasser wird im Betrieb erwärmt und speichert überschüssige Wärme für einen späteren Zeitpunkt. Außerdem werden Holzheizungen, verglichen mit konventionellen Heizungen, in deutlich geringeren Stückzahlen hergestellt, was sie teurer macht. Im Zusammenspiel sorgen diese beiden Faktoren dafür, dass Holzheizungen in der Anschaffung vergleichsweise teuer sind - durch die geringen laufenden Kosten amortisieren sie sich dafür recht schnell.

Grafik: Altbau Heizung Preisvergleich
Heizungen im Altbau - wie viel kosten die verschiedenen Modelle im Betrieb? | © deine-heizung.de

Einbau

Bild: Holzheizung Einbau Kosten
Kosten für den Einbau einer Holzheizung | © Pavlofox / pixabay CC0

Der Einbau einer Holzheizung ist kostenintensiv, weil er ein zeitintensives Unterfangen ist. Die Kosten für die Montage einer Holzheizung unterscheiden sich nach Bauart.

Der Einbau einer Pellet- oder Hackschnitzelheizung ist aufwendiger, hier liegen die Kosten jeweils bei ca. 1.000 - 2.500 €. Günstiger ist die Montage eines Scheitholzvergasers, diese kostet rund 500 - 2.000 €. Im Schnitt kannst Du für den Einbau einer Holzheizung (je nach Typ) mit einem Anteil von etwa 5 - 20 % der Gesamtkosten rechnen.

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten einer Holzheizung sind insgesamt niedrig, weil Holz ein sehr günstiger Brennstoff ist. Dafür ist eine Holzheizung in der Wartung aufwendiger als beispielsweise eine Wärmepumpe. Im Einzelfall ist der Preis für den Brennstoff stark vom Einkauf abhängig: Pellets sind ungleich teurer, wenn Du sie in kleinen Säcken im Baumarkt kaufst, als wenn Du sie über den Großhandel beziehst und im Tankwagen liefern lässt.

Hackschnitzel sind preisgünstiger zu haben, benötigen aber mehr Lagerplatz. Noch mehr sparen kannst Du, wenn Du das Holz für die Hackschnitzel selbst schreddern lässt. Die preiswerteste Lösung ist Scheitholz - erst recht wenn Du die Möglichkeit hast, es selbst zu fällen und herzustellen. Bei der Entscheidung für einen bestimmten Typ von Holzheizung und somit der Wahl des bevorzugten Brennstoffes sind also immer mehrere Kosten- sowie Nutzenfaktoren abzuwägen. Die folgende Tabelle fasst die durchschnittlichen laufenden Kosten der verschiedenen Holzheizungen zusammen (bezogen auf einen Neubau mit einem Wärmebedarf von 7.200 kWh):

Bauart Kosten für Brennstoff Wartungskosten Gesamtkosten pro Jahr
Pelletheizung 350 € 300 € 650 €
Hackschnitzelheizung 220 € 300 € 520 €
Scheitholzvergaser 230 € 300 € 530 €

Förderung und Zuschüsse für eine Holzheizung

Bild: Holzheizung Förderung
Holzheizung fördern lassen - ein Aufwand, der sich lohnt | © jarmoluk / pixabay CC0

Im Rahmen der Energiewende möchte die Bundesregierung Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen. Es gibt daher eine Reihe von Förderprogrammen, die auch die Installation einer Holzheizung unterstützen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert insbesondere energieeffiziente Neubauten bzw. Komplettsanierungen mit Krediten und Zuschüssen.

Teilweise ist auch die Förderung von Einzelmaßnahmen möglich. Auf letztere konzentrieren sich die Förderangebote des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zum Teil sind die Angebote der beiden Institutionen miteinander kombinierbar.

Um eine Förderung der KfW zu erhalten, muss das Haus dem Effizienzhaus-Standard entsprechen (Stufe 55, 40 oder 40 Plus - je niedriger die Kennzahl, desto energieeffizienter das Haus und desto höher die Förderung). Das BAFA fördert Holzheizungen im Neubau und Altbau als Einzelmaßnahme. Eine Übersicht über die verschiedenen Fördermaßnahmen haben wir in der folgenden Tabelle für Dich zusammengestellt:

Holzheizung Förderung KfW Förderung BAFA Kombinierbar
Pelletheizung Neubau: Kredit 153
Altbau: Kredit 151/152
oder Zuschuss 430
3.000 - 8.000 € Nur 153 und BAFA
Hackschnitzelheizung Neubau: Kredit 153
Altbau: Kredit 151/152
oder Zuschuss 430
Zuschuss: 3.000 - 5.250 € Nur 153 und BAFA
Scheitholzvergaser Neubau: Kredit 153
Altbau: Kredit 151/152
oder Zuschuss 430
Zuschuss: 2.000 - 5.250 € Nur 153 und BAFA
Pelletofen mit Wassertasche Altbau: Kredit 167 Zuschuss: 2.000 - 8.000 € Ja

Der KfW-Kredit 153 beinhaltet ein Darlehen von bis zu 100.000 € und bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss, je nach Effizienzhaus-Standard. Im Altbau musst Du Dich für eine von drei Optionen entscheiden: Der Kredit 151/152 umfasst ebenfalls 100.000 € Kredit und einen Tilgungszuschuss zwischen 12.000 und 27.500 € für Komplettsanierungen, bzw. 50.000 € Kredit und bis zu 6.250 € Tilgungszuschuss für Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete. Über den Zuschuss 430 bekommst Du im Heizungs-/Lüftungspaket 15 % der Kosten erstattet, bis zu 7.500 €.

Lager und Transportsystem

Bild: Holzheizung Lager Transportsystem
Der Holztransport kann auf verschiedene Arten geschehen | © MemoryCatcher / pixabay CC0

Die verschiedenen Arten von Holzheizung haben je spezielle Anforderungen an ihr Brennstofflager. Auch der Weg, auf dem das Holz vom Lager in die Heizung gelangt, ist jeweils unterschiedlich. Meist greift man zu einem pneumatischen Saugsystem (auch Maulwurf genannt) oder zur mechanischen Förderschnecke.

Vergleichsweise unkompliziert und flexibel ist der Scheitholzvergaser. Da die Brennstoffversorgung von Hand erfolgt, ist bei dieser Holzheizung kein eigenes Transportsystem notwendig. Es bietet sich an, einen kleinen Vorrat an Brennholz in unmittelbarer Nähe der Heizung aufzubewahren.

Der Rest kann anderswo gelagert werden. Bei richtiger Lagerung kann manches Brennholz Jahrzehnte halten. Außerdem verbessern eine lange Lagerung und Trocknung den Heizwert des Holzes. Im Idealfall sollte gespaltenes Holz überdacht, notfalls auch in einem geschlossenen, gut durchlüfteten Raum lagern. Der Boden muss fest und trocken sein, außerdem sollte das Holz etwas erhöht, zum Beispiel auf einer Palette, lagern, damit die Feuchtigkeit rundum gut abziehen kann.

Hackschnitzel sollten in unmittelbarer Nähe der Heizung gelagert werden. Hierfür bietet sich ein abgetrennter Raum, ein Silo, ein Container oder ein Erdbunker an. Wichtig ist, dass der jeweilige Platz trocken und gut belüftet ist. Hackschnitzel benötigen sehr viel Raum. Da ein wirklich großer Lagerplatz oft nur schwierig umzusetzen ist, muss man sich im Zweifelsfall mit häufigeren Lieferungen begnügen. Ein Richtwert: Du solltest genügend Brennstoff für ein gutes Vierteljahr lagern.

Die Befeuerung der Hackschnitzelheizung läuft vollautomatisch ab. Hierfür wird ein Transportsystem benötigt, das den Brennstoff in den Heizkessel befördert. Generell kann man Saugsysteme oder Förderschnecken einsetzen. Letztere haben den Vorteil, dass sie nicht nur leiser und günstiger sind, sondern - im Zusammenhang mit Hackschnitzeln - auch zuverlässiger arbeiten. Die Förderschnecke funktioniert nach dem Prinzip der Archimedischen Schraube: Sie schiebt den Brennstoff mittels einer rotierenden Welle durch ein Rohr in Richtung Kessel.

Holzpellets lagert man in einem gut belüfteten Pelletsilo, wobei es verschiedene Bauweisen gibt: Das herkömmliche Pelletsilo (das kann ein beliebiger Raum sein, der gewissen Grundbedingungen entspricht) ist besonders simpel und preisgünstig. Als flexiblere Alternative zu einem festen Raum lässt sich ein Sacksilo oder ein Lagertank verwenden. Bei wenig Platz im Haus kannst Du über die Installation eines Erdtanks nachdenken.

Die gängigsten Methoden, Pellets zur Holzheizung zu transportieren, sind Förderschnecken oder pneumatische Saugsysteme (Maulwurf). Einen Maulwurf kann man sich wie einen großen Staubsauger vorstellen. Er saugt die Pellets ein und transportiert sie über ein Rohr zur Holzheizung. So können die Pellets auch über größere Distanzen oder um Ecken herum befördert werden. Das Fördersystem - speziell die Förderschnecke - ist ein Punkt, wo Du leicht am falschen Ende sparen kannst: Zu schwache oder simpel gehaltene Ausführungen neigen zu Betriebsausfällen. Hier solltest Du lieber auf Qualität setzen und etwas mehr investieren!

Brennstoff Lager Transport
Scheitholz Überdacht, trocken, gut belüftet Von Hand
Außengelände oder notfalls Innenraum
Hackschnitzel Trocken und gut belüftet Vollautomatisch mittels Saugsystem oder (vorzugsweise) Förderschnecke
In unmittelbarer Nähe zur Heizung: Abgetrennter Raum, Silo, Container, Erdbunker
Holzpellets Gut belüftetes Pelletsilo Vollautomatisch mittels Saugsystem oder Förderschnecke
Z. B. kompletter Raum, Sacksilo, Lagertank, Erdtank

Wartungsarbeiten in Eigenleistung

Bild: Holzheizung Aufwand Reinigung Wartung
Eine Holzheizung macht Arbeit | © falco / pixabay CC0

Was gibt es im Zusammenhang mit einer Holzheizung noch zu beachten? Obwohl Förderschnecken und Maulwürfe uns den Löwenanteil der Arbeit abnehmen, ist ein wenig Eigeneinsatz auch bei jenen Heizungen gefragt, deren Brennstoff nicht von Hand kleingehackt werden muss und vollautomatisch nachgefüllt wird:

Einerseits muss der Aschebehälter regelmäßig (je nach Modell unterschiedlich häufig) geleert werden, andererseits benötigen einige Bauteile einer Holzheizung (unabhängig von der jährlichen Wartung durch einen Fachbetrieb) regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten. Da sich diese vor allem auf die Entfernung von Resten beschränken, lassen sie sich problemlos selbst durchführen.

Alle Holzheizungen sollte man einmal wöchentlich einer kurzen (5 - 20 Minuten solltest Du einplanen) Reinigung und Wartung unterziehen. Hierbei sind insbesondere Wärmetauscher, Aschebehälter sowie die Brennkammer mit dem Brennertopf zu reinigen, wofür man in der Regel eine Bürste und/oder einen Staubsauger verwendet. Nähere Hinweise und Anweisungen sind in der Betriebsanleitung des Heizkessels zu finden; das entsprechende Reinigungswerkzeug liegt einer Holzheizung normalerweise bei.

Wie oft muss man den Aschebehälter leeren?

Die Aschereste der Verbrennung von Pellets kann man als Gartendünger verwenden oder über den Hausmüll entsorgen. Je nach Bauweise der Pelletheizung musst Du den Aschebehälter entweder zweimal im Monat oder nur zweimal im Jahr ausleeren. Die Asche der Hackschnitzelheizung wird automatisch aus dem Kessel entfernt und in eine separate Aschetonne gefüllt. Je nach Verbrauch, Beschaffenheit des Holzes sowie Fassungsvermögen der Tonne muss diese im Schnitt einmal pro Quartal geleert werden.

Wie oft Du den Aschebehälter eines Holzvergasers entleeren solltest, hängt im Detail von der Güte der Verbrennung, dem verwendeten Holz sowie von der Häufigkeit des Heizens ab. Im Normalfall kannst Du eine wöchentliche Leerung einkalkulieren. Hierbei solltest Du die Beschaffenheit der Asche überprüfen: Ist sie nicht durchgehend fein, locker und hell, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Verbrennungsprozess nicht optimal abläuft.

Holzheizung Häufigkeit der Leerung
Pelletheizung Entweder 2x/Monat oder 2x/Jahr, je nach Bauweise
Hackschnitzelheizung Etwa 1x im Quartal
Scheitholzvergaser Wöchentlich

Empfehlung: Die beste Holzheizung?

Bild: Holzheizung Brennmaterial
Welche Holzheizung ist die beste für mich? | © medienluemmel / pixabay CC0

Ich möchte mein Haus mit Holz beheizen - welche Holzheizung ist die beste für mich? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die optimale Lösung hängt, wie so häufig, von den Rahmenbedingungen ab.

Soll ein kleines und/oder energieeffizientes Gebäude beheizt werden? Hast Du viel Zeit für Eigeneinsatz; vielleicht sogar einen eigenen Holzbestand?

Dann lohnt sich der Einsatz eines Scheitholzvergasers. Geht es um ein Haus mit einem großen Wärmebedarf, vielleicht einen Altbau? Hast Du zusätzlich viel Platz auf dem Gelände? Dann bietet es sich an, eine Hackschnitzelheizung zu installieren. Möchtest Du es vollautomatisch, mit weniger Platzbedarf und besonders effizient? Dann kannst Du gut zu einer Pelletheizung greifen.

Oder doch lieber keine Holzheizung?

Solltest Du also eine Holzheizung kaufen, oder wäre eine andere Heizung die bessere Wahl für Dich? Gibt es eine gute umweltfreundliche Alternative? Generell musst Du bei einer Holzheizung mit vergleichsweise viel Eigeneinsatz rechnen: Es muss Brennstoff nachgekauft, eventuell sogar selbst hergestellt und nachgefüllt werden, Aschebehälter müssen ausgeleert sowie gereinigt, Brennkammer und Wärmetauscher ebenfalls regelmäßig gesäubert werden.

Wer eine umweltfreundliche Alternative ohne viel Aufwand sucht, sollte daher besser zu einer Wärmepumpe greifen. Dies gilt umso mehr, da eine Holzheizung in den meisten Neubauten nicht nur zu viel Aufwand bedeutet, sondern auch mehr Wärme produziert, als überhaupt genutzt werden kann.